27.04.2026
Feuchtes, fröhliches und bewegtes Kneipp-Audit in der Integrationskita Regenbogen
Pressemitteilung 154/2026 der Stadt Bernau bei Berlin
Fröhlich, bewegt, gesundheitsfördernd und feucht geht es täglich in der Integrationskita „Regenbogen" zu. Am Donnerstag, dem 23. April, machten den Steppkes die Kneipp-Anwendungen doppelt so viel Spaß, denn sie hatten Besuch: Cornelia Dönicke, Auditorin des Kneipp-Bund e.V. war vor Ort, um sich im Rahmen eines Wiederholungsaudits davon zu überzeugen, wie die Erzieherinnen und Kinder das Kneipp-Gesundheitskonzept „leben".
Die Kita „Regenbogen" am Neptunring 3, in der rund 160 Kinder betreut werden, ist seit 2010 eine vom Kneipp-Bund e.V. anerkannte Kindertageseinrichtung, die einzige dieser Art in Bernau. Das bedeutet, die fünf Elemente der Kneippschen Lehre – Wasser, Lebensordnung, Bewegung, Ernährung und Heilpflanzen – werden im Alltag umgesetzt. Alle vier Jahre findet ein sogenanntes Audit statt, bei dem sich der Kneipp-Bund e.V. in der Kita von der korrekten Umsetzung des Kneipp-Konzepts überzeugt.
Kita-Alltag mit Kneipp-Anwendungen
„Wir bauen das Kneippen ganz unspektakulär als Ritual in unseren Tagesablauf ein", erklärt Kita-Leiterin Jillian Sternekieker-Grünberg. Die Elemente Bewegung, Ernährung und Lebensordnung mit einer bewussten Zeitgestaltung mit dem Wechselspiel von Aktion und Ruhe lassen sich ohne zusätzliche Mühe in den Alltag integrieren. Aber auch Kneipp-Anwendungen werden täglich durchgeführt. „Das müssen nicht jeden Tag große und aufwändige Anwendungen wie Wassertreten oder Güsse sein", erklärt Cornelia Dönicke vom Kneipp-Bund e.V. Trockenbürsten oder ein Luftbad eigneten sich ebenso.
Erzieherinnen, Hausmeister, Küchenkräfte und Eltern ziehen mit
24 Erzieherinnen sind derzeit in der Kita beschäftigt. Davon sind 15 als Kneipp-Gesundheitserzieherinnen von der Sebastian-Kneipp-Akademie ausgebildet worden, eine weitere Kollegin qualifiziert sich gerade. Damit die Erzieherinnen ihr Wissen über die fünf Elemente der Kneippschen Lehre aktuell halten, finden jährlich fachspezifische Kneipp-Team-Fortbildungen statt. Die nächste ist für den 5. Juni geplant. „Passend zur Säule gesunde Ernährung steht das Thema ‚Darmgesundheit bei Kindern' auf der Tagesordnung", verrät Kita-Leiterin Jillian Sternekieker-Grünberg.
Auch der Hausmeister zieht mit am „Kneipp-Strang", wenn es darum geht, weiterführende Projekte im Garten baulich zu begleiten oder eine Blüh-, Duft- und Kräuteroase anzulegen. Die Küchenkräfte sind ebenfalls eine wichtige Stütze in Hinblick auf die Kneipp-Säule gesunde Ernährung. Sie helfen den Erzieherinnen und Kindern bei ihren Gruppenprojekten, wie dem Herstellen einer leckeren Quittenmarmelade oder von Apfelmus aus den Früchten aus dem Kita-Garten, bereiten den Tag der gesunden Ernährung mit vor, damit alle Zutaten zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle sind, damit sich die Kinder ihre Mahlzeit – wie Kräuterquark mit Pellkartoffeln – selbst zubereiten können. Aus den Kräutern und dem Gemüse des Kita-Gartens kochen sie mit den Mädchen und Jungen leckeren Tee oder bereiten schmackhafte Gemüsebrühe zu.
Engagierte Eltern unterstützen den Kneipp-Alltag ebenfalls tatkräftig: begleiten Pflanzaktionen, spenden Obstgehölze, stricken Kneippwollsocken, stellen Naturmaterialien zur Verfügung. „Die Eltern beobachten genau, was wir hier in der Kita mit ihren Kindern veranstalten, damit sie körperlich und seelisch gesund aufwachsen", freut sich Jillian Sternekieker-Grünberg. „Sie nehmen die Gesundheitserziehung nach Kneipp als wichtigen Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit wahr und erkennen das enge Wechselverhältnis zwischen Gesundheit und Bildung: Gesunde, vitale Kinder sind aufgeschlossen für Bildungsangebote, kommen gern in die Kita und sind gesundheitlich stabiler", erklärt die Kita-Leiterin.
Empfehlungen der Auditorin
„Ich habe hier in der Regenbogen-Kita als zertifizierter Kneipp-Einrichtung einen ganz normalen Kita-Alltag erlebt, in dem das Kneipp-Gesundheitskonzept ausgezeichnet im regulären Tagesablauf sichtbar wurde", resümiert Cornelia Dönicke, ehemalige Erzieherin und Leiterin einer Kneipp-Kita nach dem Audit. Hier und da konnte sie Empfehlungen aussprechen. So regte sie an, Gemüse und Kräuter auch mal nicht zu ernten, sondern mit den Kindern zu beobachten, wie daraus wundervolle Blüten für Bienen werden und wie Samen entstehen.
„Nachdem wir das Audit in unserem Hause rundum zufriedenstellend absolviert haben, erwarten wir das positive Ergebnis nun noch in schriftlicher Form", sagt Jillian Sternekieker-Grünberg abschließend.