16.02.2026
200 Teilnehmende beim Tanzflashmob gegen Gewalt an Frauen und Mädchen
Pressemitteilung 54/2026 der Stadt Bernau
Mehr als 200 Menschen tanzten am Samstag, dem 14. Februar, auf dem Bernauer Marktplatz für ein Ende der Gewalt an Frauen und Mädchen. Die Stadt Bernau beteiligte sich damit erstmals an der weltweiten Kampagne „One Billion Rising" und setzte ein kraftvolles Zeichen der Solidarität. Trotz winterlicher Temperaturen versammelten sich Frauen, Kinder und Jugendliche sowie zahlreiche Männer, um gemeinsam zum Kampagnensong „Ni una menos – Women on Fire" zu tanzen.
„Ein Flashmob kann die vielfältigen und komplexen Ursachen von Gewalt nicht allein beseitigen. Solche Aktionen sensibilisieren jedoch, stärken Betroffene und ermutigen Menschen, die bisher nicht den Mut hatten, über ihre Erfahrungen zu sprechen oder Hilfe zu suchen", so Bürgermeister André Stahl. Die Stadt Bernau bietet deshalb das ganze Jahr über Informationsveranstaltungen und Austauschformate an, die Frauen stärken und sichere Räume für Begegnung schaffen.
In Kooperation mit der Eastside Fun Crew wurde eigens für den Aktionstag ein Video mit Anleitung zur Choreografie auf der Website der Stadt zur Verfügung gestellt. Zahlreiche lokale Tanzvereine nutzten ihre Trainingsstunden in den vergangenen Wochen, um die Schritte einzuüben. Auch viele Laien hatten sich im Vorfeld mit Hilfe der Anleitung vorbereitet. Gleichzeitig konnten alle, die spontan kamen oder vorher keine Zeit zum Üben hatten, problemlos mittanzen. Als Vortänzerin führte Lisa von der Eastside Fun Crew durch die Choreografie. Das Zusammenspiel der Gruppen und Einzelpersonen ergab ein tolles Gesamtbild, das die Botschaft des Aktionstages eindrucksvoll unterstrich.
Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Fanny Behr, macht deutlich: „In Bernau ist kein Platz für Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Wir wollen Betroffenen zeigen, dass sie nicht allein sind. Und deswegen gilt: Bleibt aufmerksam, bleibt solidarisch." Bernau nahm als eine von 146 Städten und Gemeinden in Deutschland an der Aktion „One Billion Rising" teil. „Die Premiere fügt sich in eine Reihe von Aktivitäten ein, die in den vergangenen Jahren in Bernau gewachsen sind, um das Thema aus der Tabuzone zu holen. Gleichzeitig wollen wir immer auch auf das Hilfetelefon ‚Gewalt gegen Frauen' hinweisen. Das 24-Stunden-Beratungsangebot ist unter der Nummer 116016 kostenfrei zu erreichen", so die Gleichstellungsbeauftragte. Sie zeigt sich erfreut über das starke Interesse und das deutliche Zeichen der Bürgerinnen und Bürger in Bernau gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.
Die Aktion wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!" vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.