Filmkritik von Samuel Kaber: Juniors
Filmkritik von Samuel Kaber, 14 Jahre
Paulus-Praetorius-Gymnasium, Bernau
Der 14-jährige Jordan erhält von seiner Mutter 20 Euro für einen Friseurbesuch. Um das Geld zu sparen, lässt er sich von seinem besten Freund Patrick die Haare schneiden. Aus einem einfachen Haarschnitt wird jedoch eine komplette Rasur.
Beim gemeinsamen Videospielen und Streamen erhalten die beiden, anders als sonst, Spenden. Als sie bemerken, dass ihre Zuschauer Jordan für einen Krebskranken halten, kommen sie auf eine verhängnisvolle Idee. Als Jordans Konsole „Jessica" den Geist aufgibt, starten sie eine Spendenaktion und geben vor, dass er Geld für die hohen Arztkosten bräuchte. Die Lüge verbreitet sich schnell. In der Schule gewinnt der Aufruf schnell an Popularität und einige Mitschüler rasieren sich aus Solidarität ebenfalls die Haare. Doch je größer die Aufmerksamkeit und die Spenden werden, desto tiefer geraten die beiden in ihr eigenes Netz aus Lügen, bis sie die Kontrolle über die Situation verlieren.
Juniors ist ein Film, der zeigt, welche Ausmaße eine zunächst kleine Lüge annehmen kann. Besonders interessant fand ich dabei, wie aus einer spontanen Idee nach und nach eine Situation entsteht, die für Jordan und Patrick immer schwieriger zu kontrollieren wird. Die Geschichte beginnt locker und humorvoll. Besonders die Szenen in der Schule und mit dem Sportlehrer sorgten für amüsante Momente und lockerten die Geschichte auf. Mit zunehmender Aufmerksamkeit und den steigenden Spenden wird die Situation immer unangenehmer. Neben der Freundschaft zwischen Jordan und Patrick bekommt der Film durch die, am Rande erzählte, Liebesgeschichte außerdem eine weitere Ebene. Insgesamt ist Juniors unterhaltsam und die Grundidee durchaus interessant, auch wenn der Film mich nicht vollständig begeistern konnte.
Ich gebe diesen kurzweiligen Film ab 12 Jahren frei.