Filmkritik von Lena Fahrnbach: Lauras Stern
Lauras Stern
Empfohlen für 1. bis 2. Klasse
Vorstellungen:
Donnerstag, 24.09.2026; 8.30 Uhr; Freitag 25.09.2026; 8.30 Uhr
Filmkritik von Lena Fahrnbach, 18 Jahre
FSJlerin Im Kulturamt der Stadt Bernau bei Berlin 2026/27
Der Film „Lauras Stern“ handelt von der kleinen Laura, welche mit ihrer Familie in eine neue Stadt zieht. Dort fühlt sie sich zunächst fremd und sie vermisst ihr altes zu Hause. Eines Abends beobachtet sie, wie ein Stern vom Himmel fällt. Sie findet ihn mit einer abgebrochenen Zacke und kümmert sich um ihn. Der Stern wird schnell zu ihrem Freund und gemeinsam erleben die beiden viele magische Abenteuer, doch irgendwann muss Laura lernen, ihren Freund wieder loszulassen und ihm die Rückkehr zu seinem zu Hause zu ermöglichen.
Ich finde, dass „Lauras Stern“ ein sehr angenehmer und unterhaltsamer Film ist, auch wenn ich mit 18 Jahren wahrscheinlich nicht mehr ganz zur eigentlichen Zielgruppe gehöre. Trotzdem konnte ich mich an einigen Stellen gut in Laura hineinversetzen. Die Gefühle, die sie nach dem Umzug hat, kenne ich aus meiner eigenen Erfahrung zwar nicht aus meiner früheren Kindheit, jedoch bin ich vor einigen Wochen selbst von zu Hause ausgezogen, wobei ich anfangs auch unsicher war und mich nach etwas Vertrautem gesehnt habe. Aus diesem Grund kann ich Lauras Wunsch sich wieder geborgen und zu Hause zu fühlen, zumindest aus meiner heutigen Perspektive, gut nachvollziehen.
Besonders gut gefallen hat mir die Gestaltung des Films. Die warmen Farben und die Darstellung des Lichts sorgen für eine gemütliche und fast schon märchenhafte Stimmung. Besonders der Stern wird durch das Licht schön in Szene gesetzt, denn wenn er leuchtet, wirkt die Umgebung gleich magischer. Dadurch passt der Film auch optisch sehr gut zu der fantastischen Geschichte. Mir hat also gefallen, dass die Magie nicht nur durch die Handlung entsteht, sondern auch durch die Bilder.
Auch die Geschichte selbst finde ich für Kinder gut geeignet. Laura erlebt etwas, das für sie zunächst schwierig ist, findet aber mit dem Stern einen Freund, der ihr hilft, sich in der neuen Umgebung wohler zu fühlen. Gleichzeitig lernt sie, dass man manchmal Menschen oder einen Freund loslassen muss, obwohl man ihn eigentlich behalten möchte. Diese Botschaft wird verständlich erzählt, ohne dass der Film dabei zu kompliziert wird.
Ich würde „Lauras Stern“ aus den genannten Gründen besonders Kindern ab der ersten Klasse empfehlen. Der Film ist leicht verständlich, hat eine fantasievolle Geschichte und vermittelt nebenbei, dass es völlig normal ist, sich in einer neuen Situation erstmal unsicher zu fühlen. Für mich ist „Lauras Stern“ ein richtiger Wohlfühlfilm, der zeigt, dass sich ein fremder Ort mit der Zeit wieder wie ein zu Hause anfühlen kann.