Hinweise zum langanhaltenden Stromausfall
Wenn der Strom länger als drei Stunden ausfällt, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und einige grundlegende Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Ein längerer Stromausfall kann den Alltag spürbar beeinträchtigen – von der Beleuchtung über die Kommunikation bis hin zur Versorgung mit Wärme und Wasser. Damit Sie in einer solchen Situation gut vorbereitet sind und sicher handeln können, finden Sie im Folgenden die wichtigsten Hinweise und Schritte, die Ihnen Orientierung geben.
Diese Auswirkungen kann ein Stromausfall haben
- Es gibt kein Licht mehr, elektrische Geräte fallen aus.
- Kommunikation ist nur eingeschränkt oder gar nicht möglich, weil Mobiltelefone, Festnetz, Fernseher und das Internet nicht mehr funktionieren.
- Die Versorgung mit Trinkwasser kann nicht mehr vollumfänglich gewährleistet werden, auch weil in mehrstöckigen Gebäuden elektrisch betriebene Wasserpumpen genutzt werden.
- Supermärkte sind geschlossen, denn es gibt keine Kühlung der Lebensmittel, der Strom für die Türöffner und die Kassensysteme fehlt.
- Geldautomaten funktionieren nicht mehr.
- Tankstellen können nicht genutzt werden, weil Kraftstoffpumpen elektrisch betrieben werden.
- Kühl- und Gefrierschränke tauen ab.
- Heizung fällt aus.
- Großteil des öffentlichen Nahverkehrs fällt aus.
- Straßenbeleuchtung, Signalanlagen funktionieren nicht
Sofortmaßnahmen
- Ruhe bewahren: Prüfen Sie, ob nur Ihre Wohnung oder die ganze Nachbarschaft betroffen ist.
- Geräte ausschalten: Schalten Sie Herd, Bügeleisen, Waschmaschine und empfindliche Geräte (Computer, Fernseher) aus oder ziehen Sie den Stecker, um Schäden beim Wiederkehren des Stroms zu vermeiden.
- Kühlschrank und Gefriertruhe geschlossen halten: So bleiben Lebensmittel mehrere Stunden kalt.
- Informationen sammeln: Nutzen Sie ein batteriebetriebenes Radio oder das Autoradio für Durchsagen.
- Lichtquellen: Verwenden Sie Taschenlampen, Campinglampen oder Kerzen (Vorsicht: Brandgefahr!).
Verhalten bei längerem Ausfall - Stunden bis Tage
- Notruf nur in echten Notfällen! Wählen Sie 112 oder 110 nur, wenn Lebensgefahr besteht. Blockieren Sie die Leitungen nicht mit Nachfragen.
- Wasserversorgung: Füllen Sie Badewanne oder Eimer.
- Nutzen Sie warme Kleidung und Decken. Bleiben Sie möglichst in einem Raum. Verwenden Sie Kerzen, Brennpasten und Campingkocher nur unter Aufsicht und bei ausreichender Lüftung (Erstickungsgefahr!). Grillkohle nur im Außenbereich anzünden.
- Helfen Sie Nachbarn, insbesondere älteren oder kranken Menschen.
- Kommunikation: Reduzieren Sie Handynutzung, um das Netz nicht zu überlasten. Womöglich ist das Telefonnetz überhaupt nicht nutzbar.
Informationsquellen
- Schalten Sie zur vollen und halben Stunde das batteriebetriebene Radio oder das Kurbelradio oder das Autoradio an, um aktuelle Informationen zum Geschehen zu erhalten.
- Informationen erhalten Sie auch in den zehn Katastrophenschutz-Leuchttürmen der Stadt.
Wenn der Strom zurückkehrt
- Geräte nacheinander einschalten: Vermeiden Sie eine Überlastung des Stromnetzes, indem Sie Geräte nach und nach in Betrieb nehmen.
- Lebensmittel prüfen: Kontrollieren Sie den Inhalt von Kühlschrank und Gefriertruhe. Angetautes entsorgen.