Ausstellung „Eine äußerst subjektive Version der Geschichte"
- Freitag, 24. April 2026
- 10:00 – 18:00 Uhr
- Galerie Bernau
- Ausstellung
... mit Werken von Karø Goldt [&] Irina Novarese
Ausstellungseröffnung: Freitag, 10. April 2026, 18 Uhr
Dauer: 11. April bis 23. Mai 2026
Begleitveranstaltung: Artist Talk am Samstag, 25. April 2026, 16 Uhr
Öffnungszeiten: Mi - Fr, 10 - 18 Uhr und Sa, 10 - 14 Uhr | ab 1. Mai 2026 Sa, 10 - 16 Uhr
Diese Ausstellung nimmt die Besuchenden mit auf Reisen in die Erinnerung. Ob persönlich oder kollektiv, Erinnerungen sind Fragmente, die einen Kontakt zwischen Vergangenheit und Gegenwart schaffen.
Karø Goldt ordnet ihre dokumentarischen Photographien in so genannten FRAMES an. Sie bezieht sich damit auf ein wissenschaftlich beschriebenes Phänomen, welches ein alltägliches menschliches Verhalten beschreibt, Informationen ein- bzw. auszuschließen und so komplexe Zusammenhänge durch Selektion und Struktur zu vereinfachen. Die wechselnde Anordnung der Bilder ermöglicht durch immer neue Verbindungen nahezu unendliche mögliche Bedeutungen. Mit dem re-framing werden bestehende Schemata aufgebrochen und anders betrachtet. Die Künstlerin sieht ihre Arbeit als eine Erweiterung der Erinnerung, ihre Bilder sind niemals chronologisch angeordnet, sie sind ein hybrides Werk. Die FRAMES entstehen als „site specific foto installations“, die auf den Raum und das Thema der Ausstellung eingehen. Hier in der Galerie finden sich Motive, die Goldt im Vorfeld der Ausstellung in Bernau gefunden hat. Vielleicht regen sie Betrachtenden an, ihre eigenen Erinnerungen an Orte der Stadt neu entdecken und zu reframen.
Irina Novarese hat sich ebenfalls durch die Stadt inspirieren lassen, bei ihr stehen Sprache und Worte im Mittelpunkt. Begonnen hat sie damit, Gesprächsfetzen und Wörter von Plakaten im öffentlichen Raum in Bernau aufzuschnappen und sich von „Begegnungen“ und ihrer eigenen Aufmerksamkeit geleitet durch die Stadt treiben zu lassen. In Bibliotheken, dem Stadtarchiv, Reiseführern, Romanen und Videos hat sie nach der modernen Geschichte Bernaus recherchiert mit dem Fokus auf Umbrüche. So stellt beispielsweise der Übergang der Zeitschrift NEUER TAG zur Märkischen Oderzeitung nach der Wiedervereinigung 1990 einen Umbruch in Schrift und Alltag der Zeitungslesenden dar.
Aus all diesen Sätzen und Begriffen komponierte Novarese eine narrative Kartographie der Stadt. Diese ist nun als Installation in der Ausstellung präsentiert, das Publikum kann frei eine Leserichtung wählen, eigene Assoziationen aus den Fragmenten und letztlich eine Narration entwickeln.
Veranstaltungsort
Galerie Bernau
Bürgermeisterstraße 4
16321 Bernau bei Berlin
Kontakt
Rebecca Stoll - Galerieleitung
03338 8068
galerie@best-bernau.de
www.galerie-bernau.de