18.08.2026
Kleine Verkehrsexperten mit großer Wirkung
Pressemitteilung 341/2026 der Stadt Bernau bei Berlin
Hortkinder aus Schönow unterstützten Polizei bei Geschwindigkeitskontrolle
Rote Karte für Raser, grüne Karte für rücksichtsvolle Fahrer: Die Kinder des Hortes der Grundschule Schönow haben am Freitag, dem 14. August, gemeinsam mit der polizeilichen Prävention Barnim und der Revierpolizei Bernau für mehr Verkehrssicherheit geworben.
Mit selbstgemalten Karten, deutlichen Botschaften und jeder Menge Neugier begleiteten sie eine Geschwindigkeitskontrolle in der Schönower Dorfstraße.
Gegen 9.30 Uhr versammelten sich die Mädchen und Jungen in der Dorfstraße auf Höhe der Grundschule Schönow. „Wir haben den Ort für die Aktion ganz bewusst gewählt: Viele Kinder müssen diese Straße selbst täglich überqueren, um während der Ferien in den Hort und während der Schulzeit in die Schule zu gelangen. Auch Kindertagesstätten befinden sich in der Umgebung. Entsprechend wichtig ist die zeitlich begrenzte geltende Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde", erklärt Dajana Rex-Thon, Koordinatorin Prävention der Polizeiinspektion Barnim.
Mitfiebernd bei den Nachwuchs-Verkehrsexperten angesagt
Dann wurde es spannend: Bei jedem herannahenden Fahrzeug fieberten die Nachwuchs-Verkehrsexperten mit. Was würde das Messgerät anzeigen?
Die erfreuliche Bilanz: Die große Mehrheit hielt sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit. Rund 30 Verkehrsteilnehmende wurden im Rahmen der Aktion angehalten und konnten sich über eine ganz besondere Auszeichnung freuen.
Wer vorschriftsmäßig unterwegs war, bekam von den Kindern eine selbstgemalte grüne Karte und ein herzliches Dankeschön fürs Rücksichtnehmen. Auch die Polizei hatte eine kleine Anerkennung parat und verschenkte Parkscheiben oder Eiskratzer. Die unerwartete Belohnung sorgte bei vielen Fahrerinnen und Fahrern für ein Lächeln – schließlich bekommen Autofahrer bei einer Verkehrskontrolle nicht alle Tage ein Lob überreicht.
Rote Karte für Raser
Für drei Verkehrsteilnehmer gab es dagegen Rot. Sie waren schneller als erlaubt unterwegs. Neben den entsprechenden Maßnahmen der Polizeibeamten wartete auf die Betroffenen eine zusätzliche, vermutlich besonders einprägsame Rückmeldung: Einige mutige Hortkinder überreichten persönlich ihre roten Karten.
Darauf standen selbst formulierte Botschaften wie: „Schade, aber beim nächsten Mal könnten Sie langsamer fahren." Eine Ansage, die offenbar Wirkung zeigte. Ein Fahrzeugführer kündigte an, die Karte als mahnende Erinnerung in seine Windschutzscheibe legen zu wollen.
Für die Kinder war die Aktion weit mehr als ein aufregender Vormittag mit einem Geschwindigkeitsmessgerät. Ganz praktisch erfuhren sie, warum Tempolimits gerade im Umfeld von Schulen und Kindertagesstätten wichtig sind und wie jede Fahrerin und jeder Fahrer mit angepasster Geschwindigkeit zur Sicherheit beitragen kann.
Und offenbar hatten die kleinen Verkehrsexperten Gefallen an ihrer vorübergehenden Tätigkeit gefunden. Wenn es nach ihnen gegangen wäre, hätte die Kontrolle durchaus noch einige Stunden weitergehen können. Sonnenschein und angenehme Temperaturen machten den Einsatz schließlich auch wettertechnisch zu einer angenehmen Angelegenheit.
Am Ende bleibt eine einfache Botschaft, die die Kinder an diesem Vormittag eindrucksvoll vermittelt haben: Wer langsam fährt, bekommt Grün – und sorgt vor allem dafür, dass kleine und große Verkehrsteilnehmende sicher ans Ziel kommen.