19.10.2026
Kinderfilmfest 2026: Zwei Wochen, zehn Filme, 2.641 Besuchende
Pressemitteilung 441/2026 der Stadt Bernau bei Berlin
Vom 22. September bis 2. Oktober kamen unter dem Motto „Ab heute bin ich mutig" insgesamt 2.641 Kinder und Jugendliche zum 35. Kinderfilmfest des Landes Brandenburg zusammen, das in Bernau bereits seine 27. Auflage feierte. Die Stadthalle und die Stadtbibliothek verwandelten sich in zwei lebendige Orte filmischer Bildung. Gezeigt wurden sieben Langfilme, drei Kurzfilme sowie zwei Bilderbuchkino-Geschichten für Kindergartenkinder.
„Es ist so wichtig, dass wir Kindern und Jugendlichen Langformate zeigen, also Filme, die eine angemessene Filmlänge haben und langsam erzählt sind. Nur so lassen sich Empathie und ein tieferes Verständnis für Themen bei den Kindern und Jugendlichen erzeugen. Schnelllebige Medienformate, bei denen schnell weitergewischt wird, kratzen da nur an der Oberfläche", sagt Sabine Oswald-Göritz, Kulturamtsmitarbeiterin der Stadt, die wieder äußerst zufrieden auf das diesjährige Filmfest zurückblickt.
Ein besonderer Publikumsmagnet war der Film „Leon und die magischen Worte": Insgesamt 550 Kinder sahen den Film in vier Vorstellungen. Er erzählt die Geschichte des Leseanfängers Leon, der aus der Reserve gelockt wird. Zusammen mit lebendig gewordenen Buchfiguren erlebt er Abenteuer, stellt sich einer Herausforderung und entdeckt seine Liebe zu Worten. Weitere Publikumslieblinge waren „Lars ist LOL", der zeigt, dass es manchmal Mut kostet, für seine Freunde einzustehen, sowie „Ab morgen bin ich mutig", der als Eröffnungsfilm besondere Aufmerksamkeit erregte und Hollywood-Atmosphäre aufkommen ließ, als im Anschluss an die Filmvorstellung der Regisseur und Drehbuchautor, Bernd Sahling, vor Ort war. Er und der 12-jährige Hauptdarsteller Johnathan Köhn erzählten vom Entstehungsprozess des Spielfilms und berichteten, wie aus einer Idee eine Geschichte und schließlich ein Kinofilm wurde.
Die Auszubildenden der Fachschule für soziale Berufe am OSZ II Barnim bereiteten das Kurzfilmprogramm mit Bastel- und Bewegungselementen vor, begleiteten die Veranstaltung und übernahmen die Nachbereitung. Durch Saalgespräche, Gruppenarbeiten und interaktive Angebote wurden intensive Reflexionen über Konflikte, Werte und Haltungen ermöglicht und somit die Medienkompetenz der jungen Menschen gestärkt.
Sabine Oswald-Göritz organisiert seit 25 Jahren das Kinderfilmfest in Bernau und betont: „Wir haben uns in den letzten Jahren ein großartiges Netzwerk aufgebaut. Die Zusammenarbeit mit dem OSZ Barnim bringt jedes Jahr neue Impulse durch die vielen kreativen und engagierten angehende Sozialpädagoginnen und Pädagogen mit sich. Aber auch die Mitarbeitenden aus den Jugendfreizeiteinrichtungen, die Dozentinnen und Dozenten sowie die Schülerinnen und Schüler tragen dazu bei, dass kein Filmfest dem anderen gleicht und wir uns immer wieder neuerfinden können."
In diesem Jahr konnten die Besuchszahlen der beiden vergangenen Jahre übertroffen werden und es kommen sogar noch einige Teilnehmende dazu. Mit zwei Einrichtungen haben sich die Organisatorinnen des Filmfestes zusammengesetzt und Filmvorführungen in den Schulen organisiert, da eine Teilnahme im Veranstaltungszeitraum organisatorisch nicht möglich war.
Das Festival hat sich als fester Baustein kultureller und medialer Bildung in Bernau etabliert: Die Kombination aus anspruchsvollen Filmen, interaktiven Formaten und professioneller pädagogischer Nachbereitung fördert Austausch, Empathie und Medienkompetenz.
Die Stadt Bernau bedankt sich herzlich bei allen beteiligten Schulen, den Jugendfreizeiteinrichtungen, dem Kulturamt, der Jugendkoordination, dem OSZ II Barnim, der Fachschule für soziale Berufe sowie beim Landesinstitut Brandenburg für Schule und Lehrkräftebildung (LIBRA) für die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit.