08.05.2026
Gedenken mahnt zur Wachsamkeit: Bernau setzt ein Zeichen für Frieden und Demokratie
Pressemitteilung 175/2026 der Stadt Bernau bei Berlin
Am Freitag, dem 8. Mai 2026, jährte sich die Befreiung vom Nationalsozialismus zum 81. Mal. Die alliierten Streitkräfte beendeten 1945 den sechs Jahre andauernden Krieg, der über 60 Millionen Menschen das Leben kostete und unermessliches Leid über Europa und die Welt brachte.
Die Stadt Bernau hatte gemeinsam mit dem Netzwerk für Weltoffenheit und dem Jugendclub „Dosto" zum Gedenken eingeladen. Um 16.30 Uhr versammelten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger vor dem Denkmal auf dem Sowjetischen Ehrenfriedhof an der Mühlenstraße.
Viele Hundert Menschen kamen, um Blumen und Kränze niederzulegen und an das Ende des Krieges zu erinnern. Bürgermeister André Stahl dankte den Anwesenden für ihr Kommen. Das Gedenken sei ein Tag der Erinnerung an die Opfer, aber auch ein Tag der Mahnung, die Werte von Toleranz, Frieden und Weltoffenheit zu verteidigen: „Gerade in einer Zeit, in der Frieden keine Selbstverständlichkeit ist, müssen wir uns bewusst machen, wie zerbrechlich Freiheit und Demokratie sein können. Dieses Gedenken erinnert uns daran, Verantwortung zu übernehmen – für ein Miteinander, das von Respekt, Menschlichkeit und Mut geprägt ist", so das Stadtoberhaupt.
Traditionell begann das gemeinschaftliche Gedenken in Bernau an dem Ort, an dem über 400 überwiegend junge sowjetische Soldaten begraben liegen. Die Völker der damaligen Sowjetunion trugen die Hauptlast des Krieges und der Befreiung vom Nationalsozialismus und bezahlten mit rund 27 Millionen Toten.
Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung vom Violinisten Johann‑Vincent Slawinski von dunkelgoldmusik, der mit seinen einfühlsamen Stücken für einen würdigen Rahmen sorgte.
Im Anschluss wurde das Gedenken am gegenüberliegenden Deserteurdenkmal fortgesetzt. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Friedensfestessen auf dem Marktplatz.