09.09.2026
Es bewegt sich was – noch drei KinderKunstWerkstätten 2026
Pressemitteilung 373/2026 der Stadt Bernau bei Berlin
Noch drei Mal in diesem Jahr können Kinder ab 7 Jahren in der Skulpturensammlung der Waldsiedlung Bernau an der Alten Goethestraße 3 in das ABENTEUER KUNST! eintauchen.
Unter dem Motto „Kunst bewegt (sich)!" lädt die Stadt ambitionierte Mädchen und Jungen in den Kunstraum Innenstadt ein, ihre eigenen Kunstwerke zu erschaffen: am Sonntag, dem 4. Oktober, dem 8. November und dem 29. November, immer ab 11 Uhr.
Das Programm der KinderKunstWerkstätten folgt dem Prinzip: zwei Themen-Werkstätten, zwei Künstler-Werkstätten. Für die Künstler-Projekte wählen die Theaterplastikerin Ula Linke und Sabine Oswald-Göritz, verantwortliche Mitarbeiterin aus dem Kulturamt der Stadt, zwei Künstler aus der Kunstgeschichte aus.
In diesem Jahr sind das der Bildhauer Alexander Calder (1898-1976) und der Architekt Antoni Gaudí (1852-1926), dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt.
Bei der ersten Themenwerkstatt ging es in der ersten Jahreshälfte um „Masken und Porträts. In jedem Fall aus Pappe".
„Echte" Naturviecher entstehen am 4. Oktober
Wie aus den Nasen der Ahornbäume, aus Kastanienschalen, Wurzeln, Ästen, Kernen, Knochen, Korken und Holzperlen „echte" Naturviecher entstehen, zeigt die polnische Künstlerin Gosia Boroviec Mädchen und Jungen zwischen 6 und 12 Jahren am Sonntag, dem 4. Oktober.
Die Kinder können inmitten berühmter Plastiken ihrem Einfallsreichtum freien Lauf lassen und mit Konzentration, Leidenschaft und Fingerspitzengefühl ihr „Getier" erschaffen. Aus Naturmaterialien werden beispielsweise fantasievolle Käfer, Schmetterlinge, Libellen und allerlei andere schöpferische Insekten. „In diesem Jahr dürfen die Figuren gern eine Nummer größer ausfallen", sagt Gosia Boroviec, die bereits 2024 und 2025 mit ihrer Kreativität und ihrem reichen Schatz an Naturmaterialien die Kinder zu ausgefallenen Schöpfungen beflügelte.
„Die Mädchen und Jungen finden es spannend, sich mit dem Werk einer lebenden Künstlerin auseinanderzusetzen und ihr nachzueifern. In der Regel befassen wir uns sonst bei den KinderKunstWerkstätten mit bereits verstorbenen ‚Stars' der Kunstgeschichte", erklärte Sabine Oswald-Göritz, die im Kulturamt der Stadt Bernau diese kreative und beliebte Veranstaltungsreihe organisiert.
Kunst, die nicht stillsteht am 8. November
Beim Termin am Sonntag, dem 8. November, bewegt sich was, denn es dreht sich alles um „Mobiles" – diese freihängenden, aktiven Objekte. An Stäben, kurzen und langen Fäden schweben kleine und größere Dinge in den Raum hinein. Dies können Perlen, Papierobjekte, Spielzeug, Fundstücke von Waldspaziergängen, vom Meeresstrand oder auch aus Opas Kellerwerkstatt sein. Wichtig ist, dass die Balance gehalten wird.
Während der dritten KinderKunstWerkstatt gestalten die Mädchen und Jungen nicht nur ihr eigenes kunstvolles Mobile, sondern erfahren auch einiges über dessen Erfinder Alexander Calder (1898-1976). Auch wenn das Wort Mobile aus dem Französischen stammt - als der Urheber des Mobiles gilt der US-amerikanische Bildhauer Alexander Calder. Er ließ sich allerdings 1926 in Paris nieder und wurde dort mit seinen Mobiles weltberühmt.
Am 1. Advent wird es mit Gaudí bunt und voller Strahlkraft
Häuser: bunt und voller Licht - frei nach Gaudís noch immer nicht vollendeter Kathedrale entstehen am Sonntag, dem 29. November. „Wir widmen dem berühmten Architekten mit der großartigen Fantasie - Antonio Gaudí – passend zum 1. Advent und anlässlich seines 100. Todestages die vierte und letzte KinderKunstWerkstatt des Jahres", erklärt Sabine Oswald-Göritz.
Vor 144 begann nach seinen Plänen der Bau einer Basilika, die die höchsten Kirchtürme der Welt haben sollte – die Sagrada Família in Barcelona. Zum 100. Todestag von Gaudí sollte der Kirchenbau fertig gestellt sein. Jedoch wird es wohl noch zehn Jahre dauern bis das letzte Baugerüst abgebaut ist. Aber sie erhebt sich schon heute mit ihren 18 Türmen über der Stadt und ist eines der berühmtesten Kirchgebäude der Welt.
Die eigentliche Zauberwelt findet man im Inneren der Família Sagrada. Das Licht, das durch die hohen Buntglasfenster fällt, entwickelt im imposanten Innenraum ein ganz eigenes Spiel der Farben, der Magie. Die Kinder werden versuchen, mit ihrem eigenen kleinen „Lichthaus" dieses fantastische Universum Gaudís nachzubauen.
Die Ideengeberin für die KinderKunstWerkstätten
Die Künstlerin Ula Linke denkt sich seit sieben Jahren die Themen für die KinderKunstWerkstätten aus und setzt sie mit den Mädchen und Jungen perfekt vorbereitet und mit viel Liebe zum Detail um. Es geht hauptsächlich um dreidimensionale Kunst, also Kunstgegenstände, die eine Höhe, eine Breite und eine Tiefe haben und die man sich von allen Seiten anschauen kann, wie die Skulpturen in der Skulpturensammlung im Kunstraum Innenstadt.
Als studierte Theaterplastikerin arbeitet Ula Linke für Theater, Opernhäuser und Museen. Sie hat Wüstenlandschaften, Dinosaurier, Froschkönige, meterhohe Bäume und vieles mehr geschaffen. Sie erzählt den Kids immer wieder von ihrer spannenden Arbeit.
Der Teilnahmebeitrag für die KinderKunstWerkstätten in der Skulpturensammlung der Waldsiedlung Bernau im Kunstraum Innenstadt an der Alten Goethestraße 3 beläuft sich auf 5 Euro. Eine Voranmeldung unter Telefon 03338 365 311 oder per E-Mail an kulturamt@bernau-bei-berlin.de ist erforderlich.
Die Termine und Themen im Überblick
• Sonntag, 4. Oktober, 11 Uhr: Figuren aus Naturmaterialien – nur eine Nummer größer
• Sonntag, 8. November, 11 Uhr: Es bewegt sich doch – Kunst, die nicht stillsteht. Mobiles
• Sonntag, 29. November, 11 Uhr: Häuser: bunt und voller Licht - frei nach Gaudís nicht endender Kathedrale