14.09.2026
Denkmalhopping in Bernau: Bunter Wasserturm, voller Gaskessel und vieles mehr
Pressemitteilung 384/2026 der Stadt Bernau bei Berlin
Trotz wechselhaftem Wetter ließen sich zahlreiche Interessierte am Sonntag, den 13. September, nicht davon abhalten, Denkmäler, Gebäude und Museen in Bernau zu erkunden. Zwischen 9 und 18 Uhr öffneten historische Stätten im gesamten Stadtgebiet ihre Türen für den bundesweiten Aktionstag.
Besonders gefragt waren Angebote mit begrenzten Kapazitäten: So waren bestimmte Führungen, wie die durch den Bunker Ladeburg, bereits im Vorfeld vollständig ausgebucht. Andere Highlights standen spontan und ganztägig zur Verfügung. Der farblich in Rosa, Lila und Blau beleuchtete Wasserturm bot gemeinsam mit Livemusik eine besondere Atmosphäre, allein hier waren über den Tag verteilt rund 500 Besuchende. Auch der Gaskessel, der sonst für die Öffentlichkeit geschlossen bleibt, zog viele Gäste an und ermöglichte neue Perspektiven auf das Stadtgebiet. Das Museum im Steintor verzeichnete rund 300 Besuchende und das Museum im Henkerhaus begrüßte rund 250 Interessierte.
„Für viele Besuchende ist es besonders reizvoll, wenn Gebäude besichtigt werden können, die sonst nicht zugänglich sind – dazu zählen beispielsweise der Gaskessel und der Wasserturm. Natürlich erfordert das im Vorfeld ein höheres Maß an Planung. Aber wenn wir auf die Besucherzahlen vom Sonntag blicken, hat sich der Aufwand absolut gelohnt", zieht die Projektleiterin Clara Kowarsch, seitens Kulutramt der Stadt, ein positives Fazit.
Auch Bürgermeister André Stahl nutzte den Tag für den Austausch vor Ort. Im Besucherzentrum des Bauhaus-Denkmals kam er mit dem Staatssekretär für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Tobias Dünow, ins Gespräch, der im Rahmen seines Besuchs neben dem UNESCO-Welterbe Bauhaus auch die Waldsiedlung in Bernau besichtigte. „Der Staatssekretär interessierte sich für das Welterbe in Bernau ganz allgemein und insbesondere im Zusammenhang mit den anstehenden Jubiläen. Im nächsten Jahr können wir 10 Jahre Welterbe in Bernau und fünf Jahre Besucherzentrum feiern", berichtete Judit Klage, die Leiterin des Besucherzentrums Bernau UNESCO-Welterbe Bauhaus. Die Ausstellungsleiterin führte den Staatssekretär des Kulturministeriums und den Bernauer Bürgermeister mehr als 1,5 Stunden durch die Objekte und Ausstellungsräume am Standort in Bernau. Die ehemalige ADGB-Bundesschule und die Lehrerhäuser gehören seit 2017 zur Welterbestätte „Das Bauhaus und seine Stätten in Weimar, Dessau und Bernau".