11.02.2026
Bernau 2026: Auf der städtischen Agenda stehen Wirtschaft, Infrastruktur, Bildung
Pressemitteilung 49/2026 der Stadt Bernau
Zum Jahresanfang blickt Bürgermeister André Stahl auf die zentralen Vorhaben und Schwerpunkte für das Jahr 2026. Er betont, dass Bernau trotz angespannter Haushaltslage konsequent an seiner Weiterentwicklung arbeitet und klare Prioritäten setzt. „Wir wollen, dass die Menschen, die hier wohnen, auch hier arbeiten und lernen können. Deshalb investieren wir in moderne Bildungsangebote, stärken unseren Wirtschaftsstandort und treiben den Ausbau der Infrastruktur voran", so der Bürgermeister.
Ein Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf der Weiterführung und Priorisierung wichtiger Verkehrs- und Erschließungsmaßnahmen, um Mobilität und Lebensqualität nachhaltig zu sichern. Dabei geht es auch darum, Bernau langfristig zukunftsfähig aufzustellen. Besonders sichtbar wird dies am Bahnhofsvorplatz, dessen erster Bauabschnitt bereits im Dezember 2025 fertiggestellt wurde. Der zweite Abschnitt und die Fertigstellung soll im ersten Halbjahr folgen. Bis zur Sanierung des Bahnhofsgebäudes durch die Deutsche Bahn werden Angebote, die die Aufenthaltsqualität für Pendlerinnen und Pendler verbessern auf dem Vorplatz zur Verfügung stehen, so soll beispielsweise ein öffentliches WC am Fahrradparkhaus als Übergangslösung dienen.
Auch im Bildungsbereich stehen 2026 bedeutende Entwicklungen an. Die geplante Fertigstellung der Schule am Kirschgarten — ein Bauprojekt des Landkreises — wird zusätzliche Kapazitäten schaffen und den Bildungsstandort Bernau weiter stärken. Darüber hinaus wird die Johannaschule modernisiert und barriereärmer gestaltet. Zudem ziehen die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Hasenheide dieses Jahr in den neuen Erweiterungsbau. Parallel dazu schreitet die Erweiterung des Barnim-Gymnasiums voran, sodass dort künftig rund 1.300 Schülerinnen und Schüler lernen können. Damit wird es das größte Gymnasium in Brandenburg und ein zentraler Baustein der regionalen Bildungslandschaft.
Wirtschaftlich entwickelt sich Bernau positiv. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,3 Prozent und die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist erneut gestiegen — ein Trend, der sich seit Jahren fortsetzt. Von rund 13.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten etwa 5.000 im Gesundheitssektor. Mit den Kliniken, Pflegeeinrichtungen und den rund 100 niedergelassene Praxen ist die Stadt im brandenburgischen Vergleich ein gut aufgestellter Gesundheitsstandort.
Die Stadt legt Wert darauf, dass neben Akademikerinnen und Akademikern auch Dienstleistende, Handwerkerinnen und Handwerker sowie Beschäftigte aller Qualifikationsstufen in Bernau attraktive Jobangebote vorfinden. Ziel ist es, wohnortnahe Arbeitsplätze zu schaffen und durch Projekte wie den VGP‑Park Pendelwege zu verkürzen, damit Menschen Zeit und Kosten sparen.
Im Gewerbegebiet Schönow entsteht seit dem Spatenstich im Mai 2025 der VGP‑Park mit rund 70.000 Quadratmetern moderner Gewerbefläche. Andreas Kohrs, Land Acquisition Manager von VGP Deutschland, hebt die Standortvorteile hervor: „Die Stadt überzeugt durch ihre Infrastruktur, die unmittelbare Nähe zu Berlin und die hohe Lebensqualität. Diese Kombination macht den Standort für Unternehmen besonders attraktiv. Der VGP‑Park Berlin Bernau wird planmäßig realisiert: Zwei Hallen sind bereits fertiggestellt, rund 90 Prozent der Flächen sind vermietet. Mit dem Projekt sind wir langfristig am Standort engagiert."
Auch im Einzelhandel sind Erweiterungen geplant: Neben neuen Drogeriemärkten entsteht an der Schwanebecker Chaussee ein moderner LIDL‑Markt und im Norden der Stadt wird der Bau der Kaufland-Filiale weiter voranschreiten. Zudem ist in der Bernauer Innenstadt die Umnutzung der ehemaligen Aldi‑Filiale vorgesehen. Dort soll eine Kampfsporthalle entstehen. Dieses Angebot richtet sich an die zahlreichen Vereine der Region und soll Jugendlichen sowie Sportinteressierten bessere Trainingsmöglichkeiten bieten.
Bernau setzt auch 2026 auf Wachstum, Stabilität und Zukunftsfähigkeit. Die Schwerpunkte zeigen, dass Bernau die Weichen für eine nachhaltige Entwicklung stellt.