06.03.2026
Ausstellungseröffnung am Barnim-Gymnasium
Pressemitteilung 80/2026 der Stadt Bernau bei Berlin
Jugendliche Ausstellungs-Guides führen durchs Thema
„Demokratie stärken — Rechtsextremismus bekämpfen" heißt die Wanderausstellung der Friedrich Ebert Stiftung, die seit Donnerstag, dem 5. März 2026, im Atrium des Barnim Gymnasiums zu sehen ist. Bis zum 13. März führen als Guides ausgebildete Schülerinnen und Schüler durch die Ausstellung und geben Wissen an die anderen Kinder und Jugendlichen weiter.
Nach einem musikalischen Einstieg mit einem englischen und hebräischen Kanon durch den Schulchor begrüßte Schulleiter Henning Jürgens die Gäste. Jürgens zeigte sich erfreut, dass das neue Zentrum der Schule mit Leben und Wissen gefüllt werde.
Bürgermeister André Stahl gehörte zu den Gästen der Ausstellungseröffnung und betonte die Bedeutung von Sprache und dem alltäglichen Miteinander für das Zusammenleben: „In Bernau leben Menschen aus über 100 Ländern. Gerade deshalb kommt es im Alltag auf unseren Sprachgebrauch und unser Miteinander an. Kleine Begriffe und Redewendungen können Ausgrenzung bewirken. Diese Ausstellung sensibilisiert für die vielen Facetten von Extremismus und stärkt junge Menschen darin, kritisch zu diskutieren und unsere Stadtgesellschaft offen zu halten." Beeindruckt zeigte er sich zudem von den jugendlichen Ausstellungs-Guides.
Alle Teenager, die bereit erklärt hatten, zu Guides ausbilden zu lassen, bekamen von der Friedrich Ebert Stiftung ein Zertifikat überreicht, ernteten Applaus von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern und führten im Anschluss Bürgermeister André Stahl und die weiteren interessierten Gäste durch die Ausstellung.
Schnell entstand ein lebhafter Austausch: Fragen wurden gestellt, Erfahrungen geteilt, und die Guides zeigten, wie sie komplexe Inhalte so aufbereiten, dass sie für Gleichaltrige verständlich und zugänglich werden. Deutlich wurde, dass die Themen der Ausstellung weit über die vorgesehenen 45 Minuten hinaus diskutiert werden könnten.
Die Ausstellung besteht aus drei beidseitig bestückten Infostelen, interaktiven Sitzwürfeln, die je nach Seite unterschiedliche Informationen präsentieren, sowie einem Multimediatisch mit Quizzen und Videos. Die digitalen Angebote geben praktische Tipps, wie Schülerinnen und Schüler mit rechtsextremen Aussagen online und offline umgehen und argumentativ kontern können. Ergänzt werden die Informationen durch Videoberichte von Betroffenen, die zusätzliche Perspektiven eröffnen.
Die Ausstellung und die Veranstaltung wurden umgesetzt vom Landesbüro Brandenburg der Friedrich Ebert Stiftung und der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) Brandenburg.