20.01.2026
27. Januar: Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus
Pressemitteilung 23/2026 der Stadt Bernau
Aufruf zum gemeinsamen Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus
Zum gemeinsamen Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ruft die Stadt Bernau auf. Der 27. Januar ist als offizieller Gedenktag dem Holocaust gewidmet. Auch in diesem Jahr werden Bürgermeister André Stahl sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverordnetenversammlung um 11 Uhr am Ehrenmal am Bahnhof Bernau einen Kranz niederlegen.
Bereits um 10 Uhr findet am Ehrenmal an der Kirche in Schönow ein Gedenken statt.
Alle Bernauer Bürgerinnen und Bürger sind dazu eingeladen, am Dienstag, dem 27. Januar 2026, an den Gedenkveranstaltungen teilzunehmen. Unterstützt wird der Aufruf auch vom Bernauer Netzwerk für Weltoffenheit.
„In einer Zeit, in der rechtsextremes Gedankengut und Hass immer noch präsent sind, ist es unsere gemeinsame Verantwortung, entschieden dagegenzustehen. Der Holocaust hat Millionen von Menschen das Leben gekostet – eine Tragödie, die uns mahnt, wachsam zu bleiben. Wir gedenken der Opfer und tragen Sorge dafür, dass die Erinnerung an das Geschehene wach bleibt, um sicherzustellen, dass sich solche Verbrechen niemals wiederholen", erklärt Bernaus Bürgermeister André Stahl.
1996 hatte der damalige Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt. Am 27. Januar 1945 wurde das KZ Auschwitz befreit, „in dem vor allem solche Menschen litten, die der Nationalsozialismus planmäßig ermordete oder noch vernichten wollte". Wichtig sei es, so hieß es in der Proklamation Herzogs weiter, „eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Form der Wiederholung entgegenwirken".
Gemeinsam will die Stadt Bernau dieser Verpflichtung nachkommen und für eine Zukunft eintreten, die geprägt ist von Toleranz, Respekt und Menschlichkeit.