30.07.2026
2 Löschwasserbrunnen für den Stadtforst
Pressemitteilung 311/2026 der Stadt Bernau bei Berlin
Weiterer Ausbau im Bereich Brand- und Katastrophenschutz
Die Bilder vom Brand in der Schönower Heide im Sommer 2025 sind noch in guter Erinnerung. Viele Tage dauerten die Löscharbeiten, die vor allem einen hohen Fahrzeugeinsatz bedeuteten, da die nächste Löschwasserversorgung weit entfernt war. Um den Brand- und Katastrophenschutz im Bereich Stadtwald zu verbessern, sind zwei Löschwasserbrunnen im Bereich der Vorder- und Hinterheide im Stadtforst Bernau geplant.
Die Maßnahme wird gefördert durch das Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, kofinanziert von der Europäischen Union (aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)).
„Die tagelangen Löscharbeiten im vergangenen Jahr sind sehr in Erinnerung geblieben. Die Kameradinnen und Kameraden aus Bernau und den Wehren der Umgebung hatte viele Tage zu kämpfen, um den Brand zu löschen und ein weiteres Auflodern zu verhindern. Ich bin froh, dass uns mit der Maßnahme eine Verbesserung des Brand- und Katastrophenschutzes gelingt", so Bernaus Bürgermeister André Stahl. Die Fördergelder für das Vorhaben in Höhe von 83.300 Euro setzen sich aus ELER- und Landesmitteln zusammen. Insgesamt wird der Bau der zwei Löschwasserbrunnen knapp 121.000 Euro kosten.
Die Verbesserung in der Waldbrandbekämpfung freut sowohl Stadtförster Marco Böttcher als auch Stadtwehrführer Jörg Erdmann. „Durch die geplanten Brunnen wird sich der Schutz unserer Waldflächen und der Heidelandschaft enorm verbessern. Die Standorte sind so gewählt, dass sie für die Einsatzkräfte gut erreichbar sind und die größten Teile des Stadtforstes abdecken", erklärt der Stadtförster. Mit der Bewilligung der Fördermittel kann nun die Suche nach einem Ingenieurbüro beginnen, dass auf den Bau von derartigen Brunnen spezialisiert ist. „Da Ausschreibungen eine gewisse Bearbeitungszeit mit sich bringen, werden die Arbeiten an den beiden Brunnen voraussichtlich erst Anfang 2027 erfolgen", schätzt der Stadtförster.
„Die zwei Löschwasserbrunnen werden eine enorme Verbesserung der Daseinsvorsorge darstellen. Während das Stadtgebiet gut mit Hydranten versorgt ist, fehlen bisher Löschwasserstellen zum Schutze der Waldflächen. Bisher müssen die Einsatzkräfte zum Liepnitzsee fahren und von dort Wasser zum Löschen entnehmen", so Stadtwehrführer Jörg Erdmann.
Die zwei zu errichtenden Brunnen werden in der hinteren Heide zwischen Waldsiedlung und Waldheim und in der vorderen Heide nahe Waldfrieden errichtet. Die Standorte sind so gewählt, dass die bisher gefährdeten Waldflächen optimal abgedeckt werden. Die Löschwasserentnahmestellen werden die Waldbrandbekämpfung und auch die Sicherheit der angrenzenden Siedlungsbereiche verbessern, so der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Bernau.