11.08.2026

Bauturbo an der Grundschule an der Hasenheide

Pressemitteilung 330/2026 der Stadt Bernau bei Berlin

Seit mehr als drei Jahren läuft der Bauturbo an der Grundschule an der Hasenheide. Seit mehr als drei Jahren wird die städtische Bildungseinrichtung erweitert und umfassend saniert. Wenn die gesamte Baumaßnahme abgeschlossen ist, können an der Grundschule statt bisher 460 Kinder bis zu 720 Kinder im Grundschulalter unterrichtet werden.

Erster Meilenstein: Der Erweiterungsbau ist bezugsfertig
Ein erster Meilenstein wurde noch vor den Sommerferien 2026 erreicht. Der Neubau der Schule ist fertig, von allen Behörden abgenommen und einzugsbereit. „Mit der Fertigstellung des Erweiterungsbaus finden nun die ersten Umzüge statt. Erste Klassen und der Hort sind Ende Juni vom Altbau in den nagelneuen Erweiterungsbau gezogen", berichtet Yvonne Dankert-Schmidt, die Dezernentin für Bildung und Soziales. Am 19. Juni 2026 erreichte die Stadt als Trägerin der Grundschule und des dazugehörigen Horts die Betriebserlaubnis für die neuen Räume des Horts in Bernau Süd. „Wir ziehen im laufenden Betrieb um und verbessern uns von Null auf Hundert. Denn der Hort hatte in den letzten Jahren keine eigenen Räume, sondern die Klassenräume wurden doppelt genutzt", berichtet Hortleiter Stefan Wegener.

Die Freude in seinem 16-köpfigen Team ist entsprechend groß. Zwölf Räume kann der Hort jetzt sein Eigen nennen. Die komplette Nutzung ist allerdings erst ab dem neuen Schuljahr geplant.

Schrittweiser Umzug während der Ferienzeit
Gut 300 Kinder besuchen aktuell den Hort der Grundschule an der Hasenheide. Seit Ende Juni findet der Spätdienst des Horts im neuen Gebäude statt und die Ferienbetreuung wird dort ebenfalls zu finden sein. „Wir sind zu Beginn nur mit Teilgruppen in die neuen Räume gezogen, weil die Kinderbetreuung Vorrang hat und die Umzugskisten nur nebenher gepackt und auch wieder ausgepackt werden können. In den Ferien sieht es dann anders aus. Nach der Ferienzeit werden wir komplett im neuen Haus angekommen sein", freut sich der Hortleiter.

Themenräume und ein neues, offenes Konzept
Im Erdgeschoss wird es drei Räume für den Früh- und Spätdienst sowie für die Ferienbetreuung geben. Weiterhin sind auf der Ebene ein Spielraum, ein Bauraum für Lego, eine Höhlenwelt, ein Theaterraum, ein Bewegungsraum und ein Forscherraum zu finden. Im Obergeschoss gibt es neben dem Büro und dem Personalraum eine Bibliothek, eine Werkstatt, ein Atelier, ein Medienraum und einen Jugendklub. „Die Räume im Neubau für den Hort sind wirklich sehr schön geworden und stellen eine enorme Qualitätssteigerung für das Hortteam und die Kinder dar. Die neuen Möbel sind bereits vor Ort, allerdings muss der gesamte Inhalt, wie Bücher, Bastel- und Spielmaterialien, noch umziehen", erklärt Anja Dunskus, die Leiterin der Kitaverwaltung.

Mit dem Einzug in die neuen Räume erhöht sich die Kapazität des Horts von 320 auf 420 Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 4. Mit der Nutzung der neuen Räume kann sich die Einrichtung auch konzeptionell neu aufstellen. „Aufgrund der vielen schönen Themenräume werden wir im Hort ab dem Schuljahr 2026/2027 mit einem offenen Konzept arbeiten, wobei sich die Kinder ihrem Interesse entsprechend das Angebot auswählen können", erklärt Stefan Wegener. Besonderes Highlight ist, dass die Hortkinder nachmittags auch die große Mensa mit nutzen dürfen, was besonders an Schlechtwettertagen den Aufenthalt verbessern wird.

Nächste Etappe: Sanierung des Altbaus im laufenden Betrieb
Mit der Fertigstellung des Erweiterungsbaus ist die erste große Etappe der umfassenden Baumaßnahmen an der Grundschule an der Hasenheide geschafft. „De facto haben wir gerade die bisherige Schule verdoppelt. Mit dem Neubau haben wir genau so viel Fläche noch einmal geschaffen, wie sie im alten Schulgebäude vorhanden ist. Hinzu kommt eine 350 Quadratmeter große Mensa. Aber jetzt beginnt der herausforderndste Teil der gesamten Baumaßnahme. Denn mit Beginn des zweiten Bauabschnitts beginnt die Sanierung des alten Schulgebäudes parallel zum Schulbetrieb", erklärt Liane Hergt, die im städtischen Bauamt die gesamte Baumaßnahme leitet.

Um die Baumaßnahme und den Schulbetrieb abzusichern, werden die baulichen Tätigkeiten flügelweise ausgeführt. Ein Flügel wird leergezogen, in den verbleibenden drei Flügeln des Altbaus findet weiterhin Unterricht statt. „Um die Flure im Gebäude für die Schülerinnen und Schüler nutzbar zu lassen, wurde ein Kran aufgestellt, der die Materialien von außen nach oben bewegt. Zudem ist vorgesehen, die lauten Stemm- und Abrissarbeiten in der Ferienzeit stattfinden zu lassen", erklärt die Mitarbeiterin des Bauamts.

Modernisierung von Brandschutz bis Glasfaser
Beim alten Schulgebäude wird das Brandschutzkonzept komplett ertüchtigt. Flure und Brandschutzbereiche werden erweitert, Schallschutz wird eingebaut, die Sanitäranlagen werden teilweise erneuert und erweitert, ein alter Fahrstuhl wird zurückgebaut und an anderer Stelle durch einen neuen ersetzt. Neue Elektroleitungen werden verlegt sowie Glasfaser für die digitale Einbindung der Schule. Zudem werden defekte Stellen behoben, Lampen erneuert
und das gesamte Gebäude erhält einen neuen Farbanstrich. „Im Zuge der weiteren Arbeiten ist der Schulhof in Teilen nicht nutzbar, auch müssen die Schülerinnen und Schüler andere Wege gehen, um die Baustelle zu meiden. Das ist zwar nicht schön, aber nicht vermeidbar. Ich bin froh, dass wir im ersten Bauabschnitt nicht nur den Neubau mit acht großen und vier kleineren Räumen pro Etage herstellen konnten, sondern auch den nördlichen Schulhof mit Bodentrampolin und die 350 Quadratmeter große Mensa zur Nutzung übergeben konnten", so Liane Hergt.

Investition in die Zukunft der Stadt
Die Arbeiten im Rahmen des ersten Bauabschnitts haben sich konjunkturbedingt verzögert. Die Stadt hofft auf eine zügige Abwicklung des zweiten Bauabschnitts. Wenn das alte Gebäude saniert ist, kommt final die Gestaltung des Außenbereichs. Hier soll eine Mischung aus Sport-, Spiel und Pausenhof entstehen mit Elementen für den Unterricht im Freien.

Die Erweiterung der Grundschule an der Hasenheide inklusive der Sanierung des alten Gebäudes und der Umgestaltung des Außengeländes ist Teil der von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Stadtumbaustrategie 2023 vor der Förderkulisse der Städtebauförderung. Finanziert wird das 20 Millionen teure Vorhaben durch Mittel der Städtebauförderung im Rahmen der Bund-Länder-Programme „Stadtumbau" mit dem Schwerpunkt Aufwertung und „Wachstum und nachhaltige Erneuerung" sowie aus dem Investitionsprogramm zum beschleunigten Infrastrukturausbau der
Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder des Landes Brandenburg.

Das Bauprojekt hat oberste Priorität für Bernaus Bürgermeister André Stahl. „Investitionen in die Bildung sind Investitionen in die Zukunft unserer Stadt. Alle Kinder und Jugendlichen sollen bestmögliche Bedingungen zum Lernen haben", so der Bürgermeister.

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