Heimische Gehölze
Bäume und Sträucher sind wertvolle Ökosysteme und helfen das lokale Mikroklima zu verbessern. Daher wurden unter anderem in einem Projekt 1000 Bäume in Bernau gepflanzt.
Bäume sind wertvolle Ökosysteme – sie bieten Brutmöglichkeiten für Vögel und wichtige Kleintiere und phasenweise auch Blütenweiden für Bienen und andere Insekten.
Ganze Baumreihen, Alleen und Baumgruppen haben biotopverbindenen Charakter durch den Anschluss weiterer Lebensräume. Bäume an Feldrändern verhindern die Bodenerosion und binden Staub, sie prägen das Ortsbild und sind ein willkommener Schattenspender im Hochsommer. Zudem leisten sie auch einen Beitrag zum Klimaschutz und helfen, die Folgen des Klimawandels abzumildern, denn die Bäume speichern CO₂ und sorgen für Kühle, Frischluft und Schatten.
Deshalb wurden in einem Großprojekt in den Jahren 2019 und 2020 an Straßen und Feldwegen in mehrwöchigen Aktionswochen 1.000 Laubbäume gepflanzt. Dazu zählen zum Beispiel Planzungen an der Thaerfelder Chaussee, die Verbindungsstraße von der L 312 zur Neubausiedlung in Birkholz oder die Lückenbepflanzung am Löhmer Weg.
Insbesondere in den Ortsteilen Birkenhöhe, Birkholz, Birkholzaue und Börnicke wurden Pflanzungen vorgenommen. Das Projekt „1.000 Bäume für Bernau" wurde gefördert aus Mitteln der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg: Rund 412.500 Euro stammen aus diesem Finanztopf.
Bei den 1.000 Bäumen kamen hauptsächlich heimische Laubgehölze, wie Linde, Eiche und Ahorn, Rotdorn und Vogelkirsche zum Einsatz. Diese Arten werden zum Beispiel auch bei den Pflanzlisten bei Bebauungsplänen berücksichtig. Anlage 1 des Erlasses zur Verwendung gebietseigener Gehölze bei der Pflanzung in der freien Natur listet heimische Gehölzarten in Brandenburg auf.
Eine weitere große Pflanzaktion fand vom 3. bis 5. Dezember 2025 im Rahmen des Projektes „Bäume für morgen", das von den Jugendlichen eigenständig entwickelt, organisiert und finanziert wurde, statt. Schülerinnen und Schüler vom Docemus Campus Blumberg pflanzten gemeinsam mit Mitarbeitenden des Stadtforsts Bernau und dem Regionalpark Barnimer Feldmark e. V. rund 2.000 klimaresiliente Setzlinge im Bernauer Stadtwald. Bereits Mitte November hatten die Partner — Stadt Bernau, Regionalpark Barnimer Feldmark e. V. und Docemus Privatschulen — einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, um die längerfristige Zusammenarbeit offiziell zu machen. Mit Traubeneiche, Hainbuche, Schwarznuss und Esskastanie wurden bewusst klimaresiliente Arten gewählt, die langfristig zur Stabilisierung des Ökosystems und zum Erhalt der Biodiversität beitragen. Die Setzlinge sponserte ein lokales Bauunternehmen.