Wasserstoff
Seit 2023 fahren kaum hörbar die ersten Wasserstoff-Abfallsammelfahrzeuge durch den Barnim. Damals gingen vier Fahrzeuge an den Start.
Wird davon ausgegangen, dass ein herkömmliches Sperrmüllfahrzeug im Jahr 25.000 Kilometer zurücklegt und dabei 42 Liter Diesel auf 100 Kilometer verbraucht, dann ergibt sich für den Einsatz eines mit Wasserstoff betriebenen Sperrmüllfahrzeugs eine CO2-Einsparung von knapp 28 Tonnen im Jahr. Durch die Umstellung der Fahrzeuge ergibt sich jährlich eine Ersparnis von circa 37 Tonnen CO2 pro Jahr.
Die Anschaffung von vier Fahrzeugen wurde im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie mit knapp 2,15 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.
Ziel ist es, mithilfe weiterer Förderungen bis 2035 vollständig emissionsfrei im Landkreis unterwegs zu sein.
Am 18. März 2026 wurde die neue Logistikfläche der Kreiswerke Barnim GmbH samt Wasserstofftankstelle auf dem Gelände des Recyclinghofes Bernau eröffnet. Die Anlage erweitert die Infrastruktur für alternative Antriebe im Landkreis Barnim und reduziert CO₂ Emissionen im kommunalen Fuhrpark. Die Wasserstofftankstelle ermöglicht das Betanken der neun Wasserstoff Abfallsammelfahrzeuge der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH (BDG). Neben einer Zapfsäule für Lkw steht eine weitere speziell für Busse zur Verfügung. Sechs Wasserstofffahrzeuge der Barnimer Busgesellschaft (BBG) nutzen die neue Anlage zur Eröffnung bereits. Die Tankvorgänge vor Ort in Bernau sind deutlich effizienter als bisherigen Fahrten zur öffentlichen Wasserstofftankstelle.
Künftig sollen auch Dritte im Rahmen der Betriebszeiten und Betankungsregeln im Nordosten der Stadt Wasserstoff tanken können.