Panke-Park
Auf 19 Hektar erstreckt sich der Panke-Park zwischen Bahnstrecke und Schönfelder Weg. Der Park zeichnet sich durch unterschiedlichste Landschaftstypen aus, die zur Naherholung und zum Naturerlebnis einladen. Um die Stadt, ihre Landschaftsräume und Gewässer auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten und sie klimarobust aufzustellen, fanden Maßnahmen wie die Renaturierungen im Panke-Park statt.
Am 29. Oktober 2025 begannen im Panke-Park Baumaßnahmen zur Grabenöffnung. Ziel war es, den verrohrt verlaufenden Abschnitt der Regenentwässerung am Schönfelder Weg, der von Südwesten zum Teufelspfuhl verlief, wieder offen zu legen und zu einem möglichst naturnahen Gewässer zu entwickeln.
Die Maßnahme war notwendig geworden, da das Oberflächenwasser aus dem angrenzenden Gewerbegebiet und vom Schönfelder Weg durch marode, nicht mehr sanierungsfähige Rohre floss. Um dem Gewässer wieder in ein natürliches Erscheinungsbild zu geben, wurden die alten Rohre ausgebaut und ein neuer Grabenverlauf hergestellt. Um die unterschiedlichen Geländehöhen zu berücksichtigen, wurde ein leicht geschwungener Verlauf geplant. Durch diesen mäandrierenden Verlauf und durch die entstehende Sekundäraue wird insgesamt die Regenrückhaltefähigkeit des Gewässers verbessert. Die Sekundäraue wirkt wie ein Retentionsraum und verschafft dem Gewässer Fläche, um Hochwasser aufzunehmen.
Am 29. April 2026 erfolgte die Bauabnahme für die Renaturierungsmaßnahmen des Grabens im Panke-Park. Durch eine naturnahe Gestaltung der Ufer wird das offengelegte Gewässer zu einem landschaftlich ansprechenden Bestandteil des Parks, an dem sich unterschiedliche Uferbiotope entwickeln können. Ergänzend zur Grabenöffnung wurden vielfältige Neuanpflanzungen von blüten- und fruchtreichen Stauden, Gehölzen und Bäumen vorgenommen, um die ökologische Qualität und das Nahrungsangebot für die Tierwelt nachhaltig zu erhöhen.
Die Umsetzung erforderte im Vorfeld ein zweijähriges Planfeststellungsverfahren beim Landesamt für Umwelt. Zu den erteilten Auflagen gehörte unter anderem eine ökologische und archäologische Baubegleitung sowie der Einsatz eines Schadstoffmanagers während der Bauphase. Bereits im Vorfeld der Arbeiten wurden zum Schutz der lokalen Fauna vorbereitende Maßnahmen getroffen, wie etwa die Erfassung und Umsetzung der Zauneidechsen-Population sowie Baumpflegeschnitte außerhalb der Brutzeiten. Als Kompensation für den vorbereitenden Pflegeeingriff werden im Laufe des Jahres 2025 neue Bäume und Sträucher gepflanzt. Durch die Wahl von reich blühenden und fruchtenden Baumarten wird für Insekten und Vögel ein wertvolles Nahrungsangebot entstehen. Mit dem neu entstehenden Baumbestand wird langfristig eine vielfältige Fauna im Panke-Park gefördert. Das Landschaftsbild des Panke-Parks wird durch die Freilegung des Gewässers, durch die Pflanzungen blüten- und fruchtreicher Bäume und möglicherweise auch durch die Ansiedlung weiterer Brutvögel aufgewertet.
Das Büro Neumann Gusenburger Landschaftsarchitekten aus Berlin führte die Planung und Bauüberwachung der Renaturierungsmaßnahme durch, während die Firma Engron GmbH aus Bad Freienwalde die Bauausführung übernahm.
Die Maßnahme zur Grabenöffnung im Panke-Park ist Teil des Gewässerausbaus im Gebiet der Sanierungssatzung Panke-Park und des Gewässerentwicklungskonzepts Panke.