Maßnahme 9: Sanitäre Einrichtungen und Trinkwasser am Skatepark
Zur Umsetzung dieser Maßnahme wurde eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe bestehend aus Infrastrukturamt, Bauamt, Stadtplanungsamt, Gebäudemanagement und Jugendkoordination gegründet. Diese kam am 26. September 2024 für erste Analysen, Absprachen und Verabredungen zusammen. Seitdem sind folgende Schritte erfolgt: Der städtische Sanitärcontainer am ca. 50 m entfernten Fußballfeld kann für den Skatepark mitgenutzt werden. Seitens der Skateparknutzenden wurde jedoch zurückgemeldet, dass dieser häufig verschlossen ist und nur vom ansässigen Fußballverein geöffnet werden kann. Zudem fehle eine Beschilderung, die vom Skateberg zum Container verweist. Daraufhin wurde die Verabredung getroffen, dass die Reinigung und Öffnung des Containers seitens des Infrastrukturamts mit dem Fußballverein geklärt wird, um einen Zugang für die Skaterinnen und Skater zu gewährleisten. Sobald dies erfolgt ist, wird eine Beschilderung vorgenommen.
Das städtische Bauamt ermittelte für die Platzierung eines gewünschten Trinkwasserbrunnens am Skatepark einen geeigneten Standort. Für dessen Umsetzung sind bereits finanzielle Mittel eingeplant. Nachdem in der Vergangenheit an verschiedenen Standorten in Bernau bereits verschiedene Modelle getestet wurden und diese mehrfach von Vandalismus betroffen waren, wird am Skatepark nun 2026 ein bewährtes Modell platziert und entsprechend ausgeschildert.
Um die Aufenthaltsqualität für Kinder und Jugendliche an der Anlage weiter zu verbessern, wurden im Jahr 2025 ein Graffitiprojekt und mehrere Umbaumaßnahmen zur besseren Nutzbarkeit umgesetzt. Der Skatepark Rehberge wurde schrittweise modernisiert und sicherer gestaltet. Auf Grundlage konkreter Rückmeldungen der Skaterinnen und Skater sowie politischer Unterstützung erhielt die Anlage einen neuen, stoßdämpfenden Fallschutz auf rund 32 Quadratmetern vor der Kletterwand. Zusätzlich wurde eine fünf Quadratmeter große Anschlussfläche geschaffen, die Stolperkanten beseitigt und den Übergang zwischen den Elementen verbessert. Im Zuge weiterer Sanierungsarbeiten wurden Risse im Kunststoffbelag geschlossen und zwei neue Kunststoffflächen eingebaut, die sicherheitsrelevante Problemstellen dauerhaft entschärfen. Eine dieser Flächen ersetzt den bisherigen Fallschutzkies unter der Kletterwand, der regelmäßig auf die Skatefläche getragen wurde und dort eine Gefahrenquelle darstellte. Die zweite Fläche verbindet zwei Skate-Elemente, die zuvor durch eine Rasenfläche getrennt waren, und ermöglicht nun einen durchgehenden, sicheren Fahrfluss.
Die Maßnahmen zeigen, wie Hinweise junger Nutzerinnen und Nutzer direkt in bauliche Verbesserungen übersetzt werden können. Sie tragen dazu bei, den Skatepark als wichtigen Treffpunkt für Jugendliche weiter aufzuwerten. Ein Ort, der sowohl Bewegung als auch Begegnung ermöglicht und in dem Sicherheit, Nutzbarkeit und Aufenthaltsqualität kontinuierlich verbessert werden.
Neben den baulichen Verbesserungen wurde 2025 auch die kulturelle und gestalterische Mitwirkung junger Menschen am Skatepark Rehberge gestärkt. Mit dem Graffiti-Projekt unter Leitung des international tätigen Street-Art-Künstlers Juan Camilo Alfonso erhielten Jugendliche die Möglichkeit, die Betonwände der Anlage gemeinsam neu zu gestalten. In vorbereitenden Workshops Anfang Juli entwickelten sie eigene Ideen, entwarfen Motive und setzten diese anschließend im Zeitraum vom 7. bis 27. Juli direkt vor Ort um.
Das Projekt wurde vom Kulturamt der Stadt organisiert und bewusst als partizipatives Kunstformat angelegt: Jugendliche konnten ihre ästhetischen Vorstellungen einbringen, Verantwortung übernehmen und den Skatepark als ihren eigenen Raum aktiv mitgestalten. Die Aktion knüpfte an frühere Wandgestaltungen an, die über die Jahre mehrfach übermalt worden waren, und gab der Anlage ein neues, frisches Profil.
Durch die Verbindung von künstlerischer Beteiligung und baulicher Aufwertung wurde der Skatepark Rehberge nicht nur sicherer, sondern auch sichtbar jugendgerechter gestaltet. Das Projekt stärkte die Identifikation der Jugendlichen mit dem Ort, förderte kreative Ausdrucksformen und trug dazu bei, den Skatepark als lebendigen Treffpunkt und wichtigen Jugendort weiterzuentwickeln.