Maßnahme 10: Informationen zu Kinderrechten auf städtischen Veranstaltungen
Städtische Veranstaltungen wie das jährliche Kinderfest und das Kinderfilmfest bieten gute Gelegenheiten, um Kinder und Jugendliche niedrigschwellig über ihre Rechte zu informieren. Beide Feste zählen mit jeweils rund 2.000 Besucherinnen und Besuchern zu den größten familienorientierten Veranstaltungen der Stadt und erreichen damit eine breite Zielgruppe.
Zur Umsetzung der Maßnahme wurde auf dem städtischen Kinderfest am 21. Mai 2025 erstmals ein „Kinderrechte-Glücksrad" eingesetzt, das von Mitarbeitenden des Jugendtreffs Dosto und der Partnerschaft für Demokratie betreut wurde. Kinder und Jugendliche konnten spielerisch Fragen zu ihren Rechten beantworten und kamen dabei mit den Fachkräften ins Gespräch. Die Aktion wurde gut angenommen und fügte sich stimmig in das vielfältige Programm des Kinderfestes ein, das von städtischen Horten, Kitas, Jugendeinrichtungen und Schulsozialarbeitenden gestaltet wurde und eine sehr hohe Resonanz erzielte.
Aufgrund der positiven Erfahrungen ist geplant, ein ähnliches Format auch beim Kinderfest am 20. Mai 2026 einzusetzen, um die Kinderrechte dauerhaft als festen Bestandteil städtischer Großveranstaltungen zu verankern und die Sensibilisierung weiter zu stärken.
Auch das Kinderfilmfest 2025 bot einen geeigneten Rahmen, um Kinderrechte altersgerecht zu thematisieren. Unter dem Motto „Das bin ich. Wer bist du?" nahmen insgesamt 2.466 Kinder und Jugendliche an Filmvorführungen und pädagogisch begleiteten Formaten teil. Für die Klassen wurde der Film „Mein Totemtier und ich" ausgewählt, der Themen wie Migration, Identität, Familie, Recht und Gerechtigkeit aufgreift. In den anschließenden Gruppengesprächen setzten sich die teilnehmenden Viertklässler mit Kinderrechten auseinander − insbesondere mit den Rechten auf Schutz, Zugehörigkeit, Gleichbehandlung und ein sicheres Zuhause.
Die pädagogische Nachbereitung wurde durch Saalgespräche, Gruppenarbeiten und interaktive Elemente unterstützt, wodurch die Kinder ihre Eindrücke reflektieren und Bezüge zu ihrer eigenen Lebenswelt herstellen konnten. Das Kinderfilmfest hat sich damit als fester Bestandteil kultureller und medialer Bildung in Bernau etabliert und bietet jährlich die Möglichkeit, Kinderrechte über filmische Erzählungen erfahrbar zu machen. Künftig soll jedes Jahr ein Film ausgewählt werden, der sich inhaltlich für ein anschließendes Kinderrechte-Gespräch eignet.
Auch kleinere Formate trugen dazu bei, Kinderrechte im Alltag junger Menschen sichtbar zu machen und setzten wichtige Impulse, die sich im Stadtbild und im städtischen Leben wiederfinden.
Im Freizeithaus Yellow fand die Workshop‑Reihe „Wünschen – Träumen – Machen" statt. Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren setzten sich dabei mit Themen wie Kinderrechten, Frieden, Umweltschutz und sozialem Zusammenhalt auseinander. Die entstandenen Ergebnisse, darunter ein Friedensbanner, Kinderrechte‑T‑Shirts und Plakate gegen Müll, wurden beim Sommerfest des Kinder- und Jugendclubs präsentiert und anschließend im öffentlichen Raum sichtbar angebracht.
Zum Tag der Kinderrechte am 20. November 2024 erhielten alle Bernauer Kindertagesstätten ein thematisches Buch und Methodenkarten zur spielerischen Vermittlung von Kinderrechten. Die Aktion unterstützt pädagogische Fachkräfte dabei, Kinderrechte frühzeitig in den Kita‑Alltag einzubinden und stärkt die Sensibilisierung in der gesamten Stadt.