Der Teddybär "Brummel"
Noch bis Anfang März 2024 ist im Museum im Henkerhaus die Sonderausstellung „Von Eisenbahn und Puppenstube – Eine Reise durch die Spielzeuggeschichte" zu sehen. Wer die Ausstellung besucht, wird im Obergeschoss des Henkerhauses auf die Leihgabe von Detlef Händel stoßen: Den Teddybären „Brummel".
„Brummel" ist stolze 63 Jahre alt. 1960 bekam der damals 9-jährige Detlef den Teddy als Geburtstagsgeschenk von seiner Tante Martha und seinem Onkel Herbert. Ein wenig sieht man „Brummel" sein Alter und das viele Spielen in der Vergangenheit an, aber das macht nichts. Irgendwann strickte Detlefs Mutter sogar einen eigenen Anzug für den Bären, den er bis heute trägt. „Brummel" hat seinen Besitzer bis heute begleitet, erst wohnte er in Wandlitz, seit 1965 in Bernau und seit 1981 gegenüber vom Henkerhaus, wo er bis heute seinen Platz auf der Couch hat.
„Wir freuen uns sehr, dass Herr Händel bereit war, den Teddybären und seine Erinnerung mit uns zu teilen. Die Geschichte des Teddys Brummel erzählt viel über die Bedeutung von Spielzeugen für die Menschen. Besondere Stücke begleiten viele ein ganzes Leben, werden gestopft, geflickt und ausgestattet. Diese intensive Spielzeugpflege wurde in der Vergangenheit, schon allein aus Kostengründen, stärker betrieben. Aber noch heute sind geliebte Spielzeuge wichtige Begleiter der Kindheit. Alle Eltern die schon einmal das Lieblingsplüschtier des Nachwuchses vor dem drohenden Verfall retten mussten, werden das bestätigen", so Franziska Radom, Leiterin des Museums Bernau.