16.01.2026

Stadtentdecker feiern Projektabschluss

Pressemitteilung 19/2026 der Stadt Bernau 

Wie würde Bernau aussehen, wenn Kinder die Stadt erbaut hätten? Auf jeden Fall anders. Um den kindlichen Blick und kindliche Bedürfnisse in Bezug auf den öffentlichen Raum und die Architektur einer Stadt geht es beim Projekt Stadtentdecker. Etwa ein halbes Jahr lang arbeiteten Fünftklässler aus Bernau als Stadtplaner. Im Bürgersaal des Neuen Rathauses fand am 15. Januar die Abschlusspräsentation des Stadtentdecker‑Projekts der Klasse 5d der Georg‑Rollhagen‑Grundschule statt. Die Schule ist die erste in Bernau, die an dem landesweiten Bildungs- und Beteiligungsprojekt der Architektenkammer teilgenommen hat.

Zu Beginn gab es eine kreative Performance der Kinder, die die Bernauer Wahrzeichen mit ihren Körpern darstellten. Anschließend begrüßte Detlef Tabbert, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, die Gäste. Er hob den partizipativen Ansatz des Projekts hervor und die Wichtigkeit, dass Kinder eigene Ideen entwickeln und gleichzeitig die Perspektiven anderer wahrnehmen. Genau dieser Austausch mache das Projekt so wertvoll.

Bürgermeister André Stahl würdigte die Bedeutung solcher Bildungsformate: „Projekte, in denen Kinder und Jugendliche spielerisch ihre Umwelt und ihre Stadt entdecken, braucht es mehr. Es freut mich, dass wir mit dem Büro Ganter ein Architekturbüro in Bernau haben, das mit Begeisterung dabei ist und mit den Kindern herausgearbeitet hat, was Bernau noch lebenswerter machen kann."

Auch Andreas Rieger, Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer unterstrich die Bedeutung der frühen Auseinandersetzung mit Baukultur und Stadtentwicklung und leitete über zu den Projektarbeiten der Kinder. Dazu gehörten Modelle, Zeichnungen, Plakate und digitale Dokumentationen zu Themen wie Tierschutz, Begrünung historischer Orte, neuen Aufenthaltsqualitäten im Stadtpark oder farbenfrohen Gestaltungsideen für den Schwanenteich. Highlight war der eigens erstellte Rap der Klassen‑Crew „Rollenhagen Roller", in dem jede Projektgruppe ihre Ideen musikalisch vorstellte und der für begeisterten Applaus sorgte.

Anschließend ging es um die Frage, wie es mit den Ideen der Schülerinnen und Schüler weitergehen kann. Vertreter aus Kommunalpolitik, Architektenkammer, Stadt und Schule kamen dazu ins Gespräch. Für die Perspektive der Kinder saßen die vier Schülerinnen und Schüler Pepe, Emilia, Tamia und Johanna im Podium. Alle waren sich einig, dass die Projektarbeiten in zukünftige Planungen zur Innenstadt einfließen müssen.

„Wenn es nach uns geht, könnte das Projekt noch weitergehen, dann würden wir noch mehr Ecken der Stadt unter die Lupe nehmen. Vor allem mit Anuschka und Helene, den Architektinnen, hat es so viel Spaß gemacht. Unser Blick auf Bernau hat sich voll verändert", sagte der zehnjährige Pepe und brachte damit die Begeisterung der Klasse auf den Punkt.

Zum Abschluss überreichte die Brandenburgische Architektenkammer feierlich die Teilnahmeurkunden an die Kinder.

„Stadtentdecker" ist ein Projekt der Brandenburgischen Architektenkammer, gefördert durch das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, in Kooperation mit dem Landesinstitut Brandenburg für Schule und Lehrkräftebildung, unterstützt durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg.

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