23.10.2026
Spezialfahrzeug für Bernau: Linienbus und Rettungszentrale in einem
Pressemitteilung 451/2026 der Stadt Bernau bei Berlin
Am Freitag, dem 23. Oktober, hat die Barnimer Busgesellschaft (BBG) ihren zweiten Rettungsbus offiziell in Dienst gestellt. Damit leistet das kommunale Verkehrsunternehmen einen weiteren Beitrag zum Ausbau der Sicherheit und des Katastrophenschutzes im Landkreis Barnim. Am Mittag kamen Landrat Daniel Kurth, Bernaus Bürgermeister André Stahl, BBG-Geschäftsführer Frank Wruck und der Geschäftsführer der Rettungsdienst Landkreis Barnim GmbH, Claudius Kaczmarek, zusammen, um das neue Spezialfahrzeug zu präsentieren.
Bürgermeister André Stahl betont: „Ein zweiter Rettungsbus bei uns im Landkreis und mit Standort in Bernau ist eine gute und sinnvolle Ergänzung für die Rettungsmittel bei Gefahrenlagen. Auch wenn ich natürlich hoffe, dass es wenig Anlässe gibt an denen der Bus seinem Nebenzweck nachkommen muss, sondern in aller Regel einfach nur Fahrgäste von A nach B transportiert."
Optisch sollte man nicht zögern, in den Bus einzusteigen, auch wenn dieser farblich und aufgrund der Blaulichter auf dem Dach eher nach einem Einsatzfahrzeug aussieht als nach einem Linienbus. Im Inneren zeigt sich der Bus von seiner gewohnten Seite und verrät erst auf den zweiten Blick durch eine silberfarbene Materialbox seine Doppelfunktion als Rettungsfahrzeug. Darin befindet sich ein Automatisierter Externer Defibrillator (AED), Rettungsdecken, Getränke und eine Erste-Hilfe-Ausrüstung zur Behandlung leichter Verletzungen. Der Bus könnte so beispielsweise bei Evakuierungen als Aufenthaltsraum oder als Rückzugsort für Einsatzkräfte fungieren. Der Bus ist damit ein wahrer Superheld, der im Alltag ganz normal im Linienverkehr zum Einsatz kommt. Erst wenn eine Gefahrenlage besteht, eilt er zur Hilfe und wird zur mobilen Einsatzzentrale.
Landrat Daniel Kurth lobt das Design des Busses und die Idee, die dahinter steckt: „In Zeiten von KI bin ich sehr froh, dass auf dem Bus echte Menschen aus unserer Region abgebildet sind. Menschen, die beruflich im Rettungsdienst arbeiten oder sich ehrenamtlich engagieren. Sie hier abgebildet zu sehen, ist eine tolle Wertschätzung für diese wichtige Arbeit."
Mit dem zweiten Rettungsbus schließt der Landkreis eine wichtige Lücke im Süden seiner Region. Dank des gut ausgebauten Autobahnnetzes und der optimalen Lage vor Ort hat das Spezialfahrzeug in Bernau einen guten Standort gefunden. Das stärkt den Katastrophenschutz, der künftig noch schneller und flexibler auf Gefahrenlagen reagieren kann. Durch die Kombination aus regulärem Linienverkehr und Rettungsmittel wird im Landkreis Barnim so eine wirtschaftliche und innovative Lösung für den Katastrophenschutz geschaffen.