15.06.2026
Sonne, Regen und Wind: Trotz Wetterkapriolen gute Stimmung beim 33. Hussitenfest
Pressemitteilung 235/2026 der Stadt Bernau bei Berlin
25.000 Bernauer und Gäste ließen sich vom aprilhaft anmutenden Wetter nicht abhalten, um vom 12. bis 14. Juni das 33. Hussitenfest in der größten Stadt des Barnims zu feiern.
Bereits am Eröffnungstag versammelten sich mehrere hundert Menschen auf dem Platz am Steintor, im Stadtpark und auf dem Marktplatz.
Das Fest startete am Freitagnachmittag mit der traditionellen Zeremonie am Steintor, bei der die Akteure einen kleinen Vorgeschmack auf das Treiben im Stadtpark gaben. Der Bürgermeister und der Bernauer Heimatverein erklärten anschließend das Fest für eröffnet, was mit den Salutschüssen der Schützengilde 1418 besiegelt wurde.
Bürgermeister André Stahl wurde von seinem Amtskollegen Bürgermeister Laurent Jeanne und einer Delegation aus der französischen Partnerstadt Champigny-sur-Marne begleitet.
Waterloo auf dem Marktplatz mit dem Landespolizeiorchester
Nachdem der Rummel auf dem Festplatz und das abwechslungsreiche Programm im Stadtpark bereits im vollen Gange waren und die Briganten in den Innenstadt-Restaurants die Bierfässer für ihr Lager „geraubt" hatten, wartete der Freitagabend auf dem Marktplatz mit einem besonderen musikalischen Event auf. Vom Landespolizeiorchester unter Dirigent Christian Köhler, unterstützt von den vier brillanten Gesangssolisten Simona Bernaldo, Amelie Dobler, Daniel Johnson und Michael Heller, wurden die weltberühmten Hits der schwedischen Popgruppe ABBA dargeboten.
Trotz des sich ankündigenden und dann auch einsetzenden Regens waren vom Beginn bis zum Ende des Open-Air-Konzertes alle Stühle bis auf den letzten Platz belegt. Unter dem Motto „Wir lassen Sie nicht im Regen stehen" hatte die Stadt vorgesorgt und ausreichend Regencapes bereitgelegt.
Bürgermeister André Stahl freute sich, dass das Konzert trotz des zwischenzeitlichen Niederschlags so viele begeisterte Zuhörer fand, die es sich bei den größten Hits nicht nehmen ließen, enthusiastisch mitzuklatschen und vor der Bühne zu tanzen.
Den krönenden Abschluss des Eröffnungstages bildete der Fackelumzug vom Stadtpark entlang des Angergangs und der Stadtmauer zum Steintor, wo ein beeindruckendes Feuerwerk mit einer wohldurchdachten Choreografie zu erleben war. Das feuchte Wetter sorgte für zusätzliche effektvolle Rauchwolken.
Der Festumzug zur Stadtgeschichte
Zum historischen Festumzug am Samstagvormittag schickte der Himmel sogar Sonnenstrahlen, sodass die mehr als 1.800 Akteure - so viele wie bisher noch nie - in liebevoll gestalteten Bildern die Stadtgeschichte lebendig werden lassen konnten. Tausende Zuschauer säumten den Weg des Festumzugs und dankten den Akteuren mit reichlich Beifall.
Mittelaltermarkt mit Mittelalterflair und Corvus Corax auf der großen Bühne
Danach zog es die Bernauer und ihre Gäste aufs Festgelände, wo an allen Festtagen auf der großen und kleinen Bühne, der Strohwiese, unter der Linde, auf dem Turnierplatz, der Lichtung und im Brigantenlager ein vielseitiges Programm für Jung und Alt geboten wurde. Der Mittelaltermarkt mit seinem Mittelalterflair mit Gauklern, Minnesang und Ritterturnieren, Bader, Schmied oder Bogenschießen lockte die Besucher an – überall wurde gestaunt, mitgemacht, ausprobiert.
Ein musikalischer Höhepunkt war am Samstagabend der Auftritt der Mittelalterband Corvus Corax auf der großen Bühne. Mit Drehleitern, Dudelsäcken und Trinkliedern begeisterten die „Könige der Spielleute" die zahlreichen Zuhörer und brachten den Stadtpark zum Beben.
Unabhängig von der Begeisterung für das Mittelalter vergnügte sich insbesondere junges Publikum laut juchzend auf dem Rummel auf der anderen Seite des Stadtparks. Hier lockten rund 20 teils rasante Fahrgeschäfte die Fans des Jahrmarkttrubels an.
Beschaulich ging es an der Mühlen-, Grün- und Bürgermeisterstraße zu. Zum Schauen, Bummeln, Kaufen und Schlemmen luden beim Kunst- und neuzeitlichen Markt mehr als 50 Stände ein. Wegen der teils heftigen Regengüsse waren jedoch einige Händler um ihre Waren besorgt und verließen das Markttreiben vorfristig.
Der Marktplatz präsentierte sich als Pendant zum Trubel auf dem Festgelände. Im Musik-Café mit Gastronomie-Ständen konnten die Festbesucher innehalten und musikalischen Klängen für Jung und Alt lauschen.
Die Schlacht um Bernau als krönender Abschluss
Den krönenden Abschluss des Mittelalterfestes markierte traditionell am Sonntagnachmittag „Die Schlacht vor Bernau". Wer erleben wollte, wie die tapferen Bernauer 1432 die Hussiten zurückgeschlagen haben könnten, durfte mit viel Getöse und Rauch dem Spektakel der Briganten und anderer Rittersleut' beiwohnen.
„Unser 33. Hussitenfest war trotz der aprilhaften Witterung ein voller Erfolg. Die Bernauer und Gäste ließen sich von den Capriolen des Wetters nicht abhalten und strömten auf das Festgelände und in die Innenstadt, sorgten für gute Stimmung und feierten ausgelassen und friedlich", so der Bürgermeister.
„An dieser Stelle möchte ich allen Mitwirkenden und den vielen ehrenamtlichen Akteuren sowie unserem Kulturamt, dem Gebäudemanagement, dem Ordnungsamt sowie dem Bauhof danken, der mit seinem unermüdlichen Einsatz nicht nur den Auf- und Abbau meisterte, sondern auch dafür sorgte, dass unser Festgelände immer sauber erstrahlte", würdigt André Stahl das Engagement.
Die Verkehrsregelungen und die erweiterten Sicherheitsvorkehrungen für das 33. Hussitenfest erwiesen sich als tragfähige Konzepte. „Ich danke allen Anwohnern für ihr Verständnis für die Einschränkungen, die damit verbunden waren“, sagt der Bürgermeister.
„Alle Beteiligten vor und hinter den Kulissen haben unser Stadtfest wieder zu dem gemacht, was es ist: ein Fest der Bernauer für die Bernauer", so André Stahl.
Vorfreude auf das 34. Hussitenfest
Nach dem Hussitenfest ist vor dem Hussitenfest: Das 34. ist für das Wochenende vom 11. bis 13. Juni 2027 geplant.