15.04.2026
Frühlingsempfang gibt Einblick in zukünftigen Bildungscampus
Pressemitteilung 135/2026 der Stadt Bernau bei Berlin
Ehrenzeichen der Stadt für Konstanze Werstat und Dr. Harald Ueckert
Mehrere Hundert Gäste aus Kultur, Sport, Gesellschaft und Politik strömten am 14. April auf die Baustelle der Schule am Kirschgarten. Das Bildungsprojekt des Landkreises Barnim im Herzen Bernaus war Ort des Frühlingsempfangs 2026 der Stadt Bernau bei Berlin. Wieder gab der Empfang Einblick in ein Baugeschehen und ermöglichte den Besuchenden einen Blick auf die entstehende Schule noch lange vor ihrer Eröffnung.
„Wir laden gerne an solch besondere Orte ein, um die Entwicklungen in unserer Stadt zu präsentieren. An diesem Ort werden bald mehr als 1000 Schülerinnen und Schüler lernen. Zudem wollen wir als Stadt nach außen sichtbar machen, dass trotz knapper werdender Kassen Investitionen in Kinder und Jugendliche am nachhaltigsten sind und in Bernau weiter vorangetrieben werden", so Bernaus Bürgermeister André Stahl, der Gastgeber des Empfangs war und die vielen Gäste begrüßte. In seiner Rede ging er auch auf die aktuellen Themen ein, die die Menschen bewegen. „Wir leben in sehr unruhigen Zeiten. Eine Krise jagt die nächste und die Spannungen spüren wir alle beim Tanken, beim Einkaufen, in der Betriebskostenabrechnung und natürlich beim Verfolgen der Nachrichten. In vielen Gesprächen mit Bernauerinnen und Bernauern spüre ich die Unsicherheit. Umso wichtiger ist es, dass wir als Stadtgesellschaft weiterhin zusammenhalten. Denn die vergangenen Krisen haben wir alle gemeinsam sehr gut überstanden. Daran tragen vor allem die vielen ehrenamtlich Tätigen in unserer Stadt einen großen Anteil", so der Bürgermeister.
Im Mittelpunkt des Frühlingsempfangs steht alljährlich die Auszeichnung von ehrenamtlich engagierten Persönlichkeiten.
Mit dem Ehrenzeichen der Stadt Bernau wurden Pfarrerin Konstanze Werstat und Dr. Harald Ueckert geehrt. „Mit großer Empathie, Herzenswärme und Tatkraft sind Sie als Pfarrerin in der Kirchengemeinde Sankt Marien tätig. Längst sind Sie eine Institution in Bernau. Sie halten Ihre Gemeinde zusammen und engagieren sich für die Stadt. Ihnen gelingt es, Menschen für Projekte zu gewinnen", sagte Bürgermeister André Stahl an Konstanze Werstat gerichtet. Dr. Harald Ueckert wurde ebenfalls für sein langjähriges und vielfältiges Engagement geehrt: „Sie haben als Mitglied der Stadtverordnetenversammlung die kommunalen Entscheidungen in Bernau von 2003 bis 2024 aktiv mitbestimmt und sich mit großem Engagement für die Belange der Bürgerinnen und Bürger eingesetzt. Darüber hinaus wirkten Sie 21 Jahre ehrenamtlich im Ortsbeirat Schönow mit. Im Geschichtsvereins arbeiten Sie akribisch die Historie Ihres Ortsteils auf", listete der Bürgermeister einen Teil der Tätigkeiten auf. Pfarrerin Konstanze Werstat und Dr. Harald Ueckert wurden aufgrund ihres vielfältigen Engagements geehrt und erhielten das Ehrenzeichen in Form einer Anstecknadel mit dem Wappen der Stadt, umrandet von einem Eichenlaubkranz.
Geehrt wurden zudem mit einer Urkunde Birkholzaues Ortsvorsteher Heiko Schilsky, Bernd Falkenthal als Vorsitzender des Seniorenbeirates, Kathrin Hantke als ehrenamtliche Vorsitzende des Behinderten-Sport-Vereins Börnicke e.V., Xenia Laws von der Stadttaubenhilfe Bernau bei Berlin und Andreas Freitag von den Bernauer Sängern. Ausgezeichnet wurden weiterhin Daniel Wendt als Gründer des Vereins Glückskind e.V., Evelyn Freitag von den Tagesmüttern für Barnim e.V., Bernd Mischke vom Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Bernau, Rick Leimbach von der Schützengilde 1418 zu Bernau e.V. sowie Peter Benedix vom Verein Ereignishorizonte e.V.
„Das Ehrenamt ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Entscheidung, Kraft zu schenken. Sie alle hier schaffen Brücken, ermöglichen Begegnungen. Diese Auszeichnungen an sie ist eine wichtige Geste der Stadt und gibt dem Engagement in Bernau ein Gesicht", sagte Péter Vida, der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, der gemeinsam mit dem Bürgermeister die Auszeichnungen vornahm.
Die Besuchenden des Empfangs nutzten die Gelegenheit, um zu Netzwerken und um sich den zukünftigen Lernort noch vor der Eröffnung anzusehen. Barnims Landrat Daniel Kurth stellte als Schulträger den Bildungsort vor. Im August 2020 ging die Trägerschaft der Schule von der Stadt zum Landkreis über. Um den Bedarf an Schulplätzen im Mittelzentrum Bernau gerecht zu werden, entschied sich der Kreistag für die Entwicklung des Schulstandortes. „Mit 70 Millionen Euro ist das die größte Einzelinvestition des Landkreises. Der Neubau der Schule am Kirschgarten, die 2022 ihren neuen Namen erhalten hat, ist Teil der strategischen Bildungs- und Infrastrukturoffensive des Landkreises Barnim. Der Neubau wird von der ARGE OScaR als so genannte Compartmentschule realisiert. Die Bauweise im Clusterprinzip ermöglicht nach Fertigstellung eine flexible Raumstruktur", betonte der Landrat.
Der Frühlingsempfang fand in der zukünftigen Aula und Mensa der Schule statt, die die Besuchenden mit ihren Lichtkuppeln begeisterte.