15.06.2026
Ehrenurkunde für Tobias Johnsen: „Die Briganten sind meine zweite Familie“
Pressemitteilung 234/2026 der Stadt Bernau bei Berlin
Sichtlich überrascht und gerührt zeigte sich Brigant Tobias Johnsen, als er am Freitag, dem 12. Juni, während der Eröffnung des 33. Hussitenfestes auf dem Steintorplatz eine Ehrenurkunde von Bürgermeister André Stahl entgegennehmen durfte.
Anlässlich seiner 30. Teilnahme am Hussitenfest würdigte André Stahl den ganz besonderen Briganten „Tobi" für sein unermüdliches Engagement für das Bernauer Stadtfest.
„Mein Opa hatte den richtigen Riecher, als er mich 1994 zum Hussitenfest-Umzug mitnahm", berichtet Tobi, der damals 12 Jahre alt war. „Er hat in mir die Begeisterung für das Mittelalter geweckt. Ich war fasziniert von den schönen Kostümen und den tollen Umzugsbildern", schwärmt der Brigant. Bald stand für Tobias Johnsen fest, dass er künftig selbst mitmischen möchte. Speziell die Schwertkämpfer hatten ihn stark beeindruckt.
Ein Jahr später war Tobi dann das erste Mal beim Umzug dabei und bald darauf wurde er Mitglied der Bernauer Briganten. „Wir haben Tobi freundlich aufgenommen – so wie er eben ist – und ihn ohne Umschweife bei uns integriert", erinnert sich Briganten-Chef Bernd Eccarius.
Seitdem geht Tobias Johnsen jeden Samstag zum Training. „Etwas anderes kommt für mich am Sonnabend nicht in Frage", erklärt er. Tobi macht es Spaß, sich zu verkleiden und immer mal in eine andere Epoche einzutauchen, um so raus aus dem Alltag zu kommen. Längst kann er sich sein Leben ohne die Briganten nicht mehr vorstellen. Die Briganten sind seine zweite Familie.
Bei ihren Aktionen in Bernau ist Tobi stets als Knappe dabei - so kennen ihn viele Bernauer. Neben dem Hussitenfest können die Bernauer und ihre Gäste den Knappen auch beim Schwertkämpfertreffen, beim Weihnachtsmarkt sowie beim Kunst- und Handwerkermarkt erleben.
Wenn Tobi nicht als Brigant unterwegs ist, dann arbeitet er in der Gärtnerei der Lobetaler Werkstätten. „Dort pflanze ich Blumen, ziehe Unkraut, putze Gemüse und Werkzeug. Das mache ich wirklich gern", erzählt Tobi.
Mit seinen Eltern war der Brigant übrigens schon zweimal beim Tabor-Treffen in Tschechien. Natürlich hat er sich dort auch das Hussitenmuseum angeschaut. Das Museum im Steintor kennt Tobi ebenfalls sehr gut. Dort hilft er sonntags gern ein bisschen mit.