06.02.2026
Bernau tanzt: Flashmob am 14. Februar um 10 Uhr auf dem Bernauer Marktplatz
Pressemitteilung 46/2026 der Stadt Bernau
Der 14. Februar ist nicht nur der Valentinstag für Verliebte, sondern steht auch für Unterstützung und gemeinsames Tanzen gegen Gewalt an Frauen. In diesem Jahr wird sich Bernau erstmals an der Aktion beteiligen. Dazu berichtet Fanny Behr, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, über die geplanten Aktivitäten und ihre Bedeutung.
Was ist „One Billion Rising"?
Die weltweite Kampagne „One Billion Rising", was übersetzt „Eine Milliarde erhebt sich" bedeutet, möchte Menschen an öffentlichen Orten zusammenbringen, um gegen Gewalt gegen Frauen und für Respekt für alle zu tanzen. So soll ein sichtbares Zeichen der Solidarität gesetzt werden. Die New Yorker Künstlerin Eve Ensler hatte die Bewegung im September 2012 initiiert. Seitdem tanzen am 14. Februar Menschen auf der ganzen Welt und fordern ein Ende der Gewalt gegen Frauen sowie Gleichstellung und Gleichberechtigung. An diesem Tag werden weltweit Veranstaltungen, Demonstrationen, Flashmobs und andere Aktionen organisiert. Bernau beteiligt sich 2026 erstmals daran. Der Name „One Billion Rising" bezieht sich auf die Schätzung, dass weltweit etwa eine Milliarde Frauen und Mädchen im Laufe ihres Lebens Opfer von Gewalt werden.
Was passiert in Bernau?
In Bernau findet am Samstag, dem 14. Februar, ab 10 Uhr, auf dem Marktplatz ein Tanzflashmob zum aktuellen Kampagnen‑Song „Ni una menos – Women on Fire" statt. Vor Ort führt eine Tanztrainerin in die Schritte ein, sodass alle gemeinsam zum Protestsong tanzen können. Damit setzt Bernau ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen weltweit. Eine Vorbereitung ist nicht erforderlich. Wer den Tanz dennoch vorher üben möchte, findet auf der städtischen Website unter www.bernau.de ein Tanzvideo, eine Erklärung zur Choreografie sowie weitere Informationen zum Aktionstag.
Warum ist das auch für Bernau relevant?
Die Bernauer Stadtverordnetenversammlung hat im vergangenen Jahr den Beschluss „Bernau setzt ein Zeichen gegen Femizide" gefasst. Eingebracht wurde der Antrag parteiübergreifend von den weiblichen Stadtverordneten in der SVV. Trauriger Anlass dafür war der Mord an einer jungen Bernauerin durch ihren Ex-Mann im Jahr 2020. Der Tanzflashmob ist als Teil möglicher Maßnahmen zu verstehen, die auf die Bedeutung des Themas aufmerksam machen. Mit der Aktion auf dem Bernauer Marktplatz wollen wir durch gemeinsames Tanzen zeigen: Auch Bernau setzt ein Zeichen gegen diese Gewalt!
Wer kann mitmachen?
Alle! Frauen, Männer, Kinder, Jugendliche sowie Seniorinnen und Senioren sind herzlich eingeladen. Ob professionelle Tänzerinnen und Tänzer oder Menschen, die einfach Freude an Bewegung haben – wir würden uns freuen, wenn möglichst viele teilnehmen. Ob tanzerfahren oder nicht, dabei sein zählt!
Die Aktion wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!" vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.