30.09.2026
Auftaktforum: Fortschreibung des INSEK gestartet
Pressemitteilung 418/2026 der Stadt Bernau bei Berlin
Wohin entwickelt sich Bernau in den nächsten 20 Jahren? Wie viele Menschen werden in der Stadt leben? Werden die Verkehrswege die gleichen sein? Wie viel Grün und Freizeitanlagen wünschen sich die Bewohner? Diese und viele weitere Fragen werden in Bernau aktuell im Rahmen der Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungs-konzeptes, kurz INSEK, bearbeitet. Am 29. September 2026 fand im Bürgersaal des Neuen Rathauses die Auftaktveranstaltung für interessierte Anwohnende statt.
Bernaus Bürgermeister André Stahl konnte zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger begrüßen: „Mit Ihnen zusammen wollen wir unser INSEK fortschreiben. Aus dem letzten INSEK haben wir viele Projekte und Maßnahmen umgesetzt und nun ist es an der Zeit zu schauen, wo wir stehen und neue Ziele für Bernau zu definieren. Diese neuen Ziele wollen wir mit Ihnen gemeinsam herausarbeiten." Da Beteiligung ein wichtiges Kriterium der Fortsetzung des städtischen Leitbildes ist, konnten sich die Gäste noch vor Beginn der Veranstaltung ganz praktisch einbringen.
Auf dem Boden des Bürgersaals lag ein übergroßes Luftbild von Bernau in Form einer Plane. Auf dieser konnten die Gäste mit farbigen Klebepunkten markieren, woher sie kommen, welche Orte sie in Bernau mögen oder eben nicht und welche Wünsche sie für ihre Stadt haben und welche Herausforderungen sie sehen. Nach wenigen Minuten setzten sich zahlreiche Gäste auf die Plane und beklebten den Boden mit Punkten und Erläuterungszetteln. Diese Infos und auch die Antworten im Rahmen einer interaktiven Befragung während des Forums fließen allesamt in das neue Konzept. „Wir sind dankbar für jeden Hinweis. Denn das INSEK ist nicht nur die Arbeit der Verwaltung, sondern ein Leitbild für die gesamte Stadt und Bevölkerung. Aus den formulierten Stärken und Schwächen können gleichermaßen Entwicklungsziele erarbeitet werden, die Nutzen für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt bringen, egal ob sie in der Innenstadt oder in einem der Ortsteile leben", betont Bernaus Dezernentin für Bau-, Gebäude- und Stadtplanungs- und Infrastrukturangelegenheiten, Dunja Marx.
An der Fortschreibung des neuen Leitbildes sind neben dem städtischen Stadtplanungsamt das Büro UmbauStadt, Empirica und dwif beteiligt. Der Start zur INSEK-Fortschreibung fand bereits im vergangenen Jahr statt. „Der gesamte Prozess läuft bereits seit einigen Monaten, da die Prozessfortschreibung ein formales Vergabeverfahren durchlaufen hat. Zudem fand eine umfangreiche Untersuchung zum Ist-Stand statt", erläutert Dezernentin Dunja Marx. Für sie ist jetzt ein wichtiger Meilenstein erreicht. „Wir sind soweit, dass die Öffentlichkeit beteiligt werden kann. Dazu diente zum einen das Auftaktforum, einen weiteren wichtigen Baustein bildet die online-Beteiligung", erklärt die Dezernentin.
Detaillierte Informationen zum INSEK und eine online-Umfrage sind auf der offiziellen Website www.bernau-insek.de zu finden. „Wir wünschen uns, dass viele Bernauerinnen und Bernauer an der Umfrage teilnehmen, um ein umfassendes Bild zu erhalten", so Dunja Marx.
In der Umfrage geht es um die wichtigen Handlungsfelder Identität, Wohnen, Siedlungsentwicklung und Freiraumstruktur, Daseinsvorsorge, Bildung und Soziales, Kultur und Freizeit, Klimaschutz und Landschaftsplanung, Wirtschaft und Handel sowie Verkehr und Mobilität. Die interessierten Bernauer brauchen etwa 15 Minuten für die Beantwortung der Fragen zur Stadtentwicklung. „Bernau ist eine dynamische Stadt und das INSEK ist eine tolle Chance, diese Dynamik zu steuern. Denn bei der Entwicklung Bernaus in den nächsten 20 Jahren geht es zum einen um Wachstum, zum anderen um den demografischen Wandel und den Bedarf an sozialer, grüner oder verkehrlicher Infrastruktur", erklärt Stadtplaner Lars Bölling vom Büro UmbauStadt.
In den nächsten Wochen haben die Bernauerinnen und Bernauer die Chance, sich online an der Umfrage zu beteiligen. Daran schließt sich die Phase der Erarbeitung an, was zu einem späteren Zeitpunkt wieder den Bürgern vorgestellt werden soll. „Ein jeder ist eingeladen, sich an dem weiteren Prozess zu beteiligen. Der enge Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern und auch der Politik ist die Voraussetzung dafür, die gemeinsamen Ziele für eine weiterhin positive Stadtentwicklung für die nächsten 15 Jahre abzustecken", betont die Fachdezernentin.